Die Post holt Pakete zum Versand ab.
ORF/Petra Ottitsch
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wirtschaft

Coronavirus: Postgeschäft in OÖ boomt

Die Gartensaison läuft momentan so richtig an. Aber während viele Leute jetzt Zeit haben, sich um ihren Balkon oder Garten zu kümmern, haben die Geschäfte geschlossen: Die Folge ist ein Boom im Onlinegeschäft mit Gartengeräten.

Der Innviertler Postler Erich Schmidhuber hat momentan so viel zu tun, wie lange nicht. Von der Zustellbasis Munderfing aus liefern er und seine Kollegen jeden Tag Pakete im Innviertel aus.

Erich Schmidhuber selbst ist für die Gemeinde Schalchen zuständig. Seine Beobachtung: „Die Packerl werden jetzt definitiv größer und schwerer. Das heißt für uns, dass wir fallweise ein zweites Mal rausfahren müssen, weil wir so ein größes Packerl gar nicht ins Auto hinein kriegen. Wir stoßen mit der Größe unserer Autos an die Grenze.“

200.000 Pakete täglich

Im Logistikzentrum der Post in Allhaming werden momentan jeden Tag 200.000 Pakete abgefertigt. Zum Vergleich: Das sind fast so viele wie im Weihnachtsgeschäft. Und das, obwohl der gewerbliche Packerlversand, also von Unternehmen zu Unternehmen, eingebrochen sei, sagt Andrea Pilz-Kapfinger.

Sie ist in Oberösterreich für die Verteilung der Sendungen verantwortlich. Bestellt wird momentan vor allem im Gartenbereich „alles vom Rasenmäher zu Gartenbänken, Gartenganituren und Schaufeln: Wir haben momentan das volle Programm.“

Post und Pakete
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200 Mitarbeiter im Einsatz

Allein im Logistikzentrum in Allhaming sind momentan 200 Mitarbeiter im Einsatz. Man merke gerade jetzt, wie wichtig der Job sei, sagt der Innviertler Postler Erich Schmidhuber.

„Man merkt auch zunehmend dass die Bevölkerung uns dankt,“ so Schmidhuber. Immer öfter stehe sogar eine Süßigkeit oder ein anderes kleines Dankeschön vor der Tür.