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pixabay/PublicDomainPictures
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Politik

Mehr Infektionsdaten auf Gemeindeebene

Angesichts der Ausnahmesituation gibt es auch Verunsicherung. Vor allem die Bürgermeister werden Ansprechpartner und sollen nun leichter zu Informationen kommen. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, die Zahl der Erkrankten in der Gemeinde abzufragen.

„Wie viele Coronafälle gibt es in meinem Umfeld?“ – eine Frage, die sich momentan viele stellen. Die Zahl der Infektionen wird – das ist bundesweit so festgelegt – nur nach Bezirken und nicht nach Gemeinden ausgewertet, denn je kleiner eine Gemeinde ist, desto heikler sei es mit dem Datenschutz, heißt es vonseiten des Landes.

Kommunalpolitik als erste Anlaufstelle

Eine Konsequenz dieses Ausnahmezustandes ist, dass die Kommunalpolitik offenbar an Bedeutung gewinnt. Offiziell sind zwar die Bezirksbehörden zuständig, viele Menschen wenden sich momentan aber gleich direkt an die Politiker in der Gemeinde. Auch wenn der Arbeitsalltag auf den Gemeindeämtern wie überall eingeschränkt sei, seien sie für viele Bürger bei Unsicherheiten die erste Anlaufstelle, so Michael Hammer (ÖVP), designierter Bürgermeister von Altenberg im Mühlviertel (Bezirk Urfahr-Umgebung), das zu den Brennpunktgemeinden in Oberösterreich gehört.

Bürgermeister sollen Gemeindezahlen erfahren

Nun sollen die Bürgermeister die Möglichkeit bekommen, die Zahl der Erkrankten in ihrer Gemeinde direkt abfragen zu können. Diese Zahl können sie, sofern gewünscht, auch weitergeben und so mithelfen, die Bevölkerung zu informieren.