Skiunfall
puckillustrations – stock.adobe.com
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Chronik

Spitäler zählen bis zu 30 Skiunfälle pro Tag

Alle 30 Jahre landet ein Skifahrer laut Statistik im Krankenhaus. Das scheint gar nicht so viel zu sein, aber besonders jetzt, zur Zeit der Semesterferien – ist Hochsaison. An einem starken Tag kommen bis zu 30 Skiunfälle ins Krankenhaus.

Das sind in etwa fünf Patienten pro Stunde, so Robert Pehn, Primar im Klinikum Kirchdorf. Und eines falle heuer besonders auf: „Heuer haben wir den Trend, dass es eher zu Hochgeschwindigkeitsverletzungen kommt, also mehr Oberschenkelbrüche und Rippenserienbrüche, die normalerweise bei Motorrad- oder Verkehrsunfällen vorkommen.“

Verdrehungsverletzungen bei weichem Schnee

Mit den Skiverletzungen ist es ein bisschen so wie in der Mode – die Trends kommen und gehen, je nachdem ob Winter- oder Frühlingsskifahrer, so Peh: „Der Schnee ist der Dämpfer. Bei weichem Schnee kommen eher Verdrehungsverletzungen vor, bei hartem Schnee sind es eher Rippen-, Schulter- oder Handbrüche.“

„Rücksichtslosigkeit und Selbstüberschätzung“

Auf die ist auch die Alpinpolizei vorbereitet. Besonders an den Wochenenden passieren die meisten Pistenunfälle, sagt Alpinpolizist Manfred Garstenauer: „Die Kollisionsunfälle beziehungsweise Unfälle mit Fremdbeteiligung passieren meistens durch rücksichtloses Fahren oder durch Überschätzung des eigenen Fahrkönnens.“

Fitness begünstigt den Genesungsprozess

Insgesamt betrachtet nehmen die Skiunfälle in den in den letzten fünf Jahren stetig zu, die Patienten werden immer mehr. Aber Skipatienten sind für Ärzte grundsätzlich sehr dankbare Patienten. Denn sie sind laut Ärzten fit und gut trainiert, was den Genesungsprozess einmal mehr ankurbelt.