Linz mit Dom und Pöstlingberg
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Politik

Widerstand gegen Luxuswohnungen in Linz

In Linz nimmt der Widerstand gegen ein Bauprojekt am Freinberg weiter zu: Eine Bürgerinitiative will das 5.000 Quadratmeter große Areal beim Aloisianum, auf dem Luxuswohnungen errichtet werden sollen, jetzt kaufen.

Das 5.000 Quadratmeter große Grundstück am Freinberg, auf dem sich jetzt ein Minigolfplatz befindet, soll beim Linzer Gemeinderat am Donnerstag umgewidmet werden. Das hat der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) bereits vor Tagen angekündigt.

Letzte Umwidmung am Freinberg

Allerdings sei das dann die letzte Umwidmung am Freinberg so Luger, der für den Unmut bei den Gegnern grundsätzlich Verständnis zeigt. Den Anrainern des Grundstücks ist das freilich zu wenig: sie lehnen eine Bebauung weiterhin vehement ab – und wollen das Grundstück am Freinberg nun selbst kaufen.

Unterstützt wird die Bürgerinitiative von der Grünen Umweltstadträtin Eva Schobesberger: Das besagte Areal sei wichtiger Teil eines zusammenhängenden Erholungsgebietes und vor allem in den heißen Sommermonaten unverzichtbar für die Belüftung der Stadt Linz. Auch NEOS und KPÖ sind gegen die Umwidmung.

Luger: „Versachlichung der Diskussion“

Luger fordert nun eine Versachlichung der Diskussion und lehnt – wie er sagt – das bewusste Aufheizen des politischen Klimas mit Halbwahrheiten ab. Linz sei insgesamt eine sehr grüne Stadt, die Umwidmung der 5.000 Quadratmeter in einem ohnehin schon teilverbauten Gebiet vertretbar.

Der Bürgerinitiative „Grüngürtel schützen, jetzt“ ist das freilich zu wenig. Sie haben für Donnerstag eine Protestkundgebung angekündigt, unmittelbar vor Beginn des Gemeinderates, bei dem das Grundstück umgewidmet werden soll.

Altbürgermeister stellt sich gegen Luger

Laut Medienberichten hat sich Altbürgermeister Franz Dobusch im Gegensatz zu seinem Nachfolger und Parteikollegen, Klaus Luger, auf die Seite der Gegner des Projekts gestellt und sich gegen eine Umwidmung ausgesprochen.