Susanne Raab
Armin Muratovic Fotografie
Armin Muratovic Fotografie
Politik

Oberösterreicherin wird Integrationsministerin

Die Oberösterreicherin Susanne Raab wird erste Integrationsministerin in der neuen türkis-grünen Bundesregierung. Die ÖVP-Politikerin ist die erste Ministerin des neuen Kabinetts, die bestätigt wurde.

Susanne Raab ist in der Öffentlichkeit ein noch so gut wie unbeschriebenes Blatt. Die in Vöcklabruck geborene und in Ampflwang im Hausruckwald aufgewachsene, künftige Ministerin dürfte bislang nur ÖVP-Insidern bekannt gewesen sein. Die 34-jährige ist derzeit Leiterin der Integrationssektion im Außenministerium. ÖVP-intern gilt sie als Vertraute von Bundeschef Sebastian Kurz.

Stelzer: „Fachfrau“

Sie war mitverantwortlich für die Ausarbeitung des Islamgesetzes, sowie auch des Burkaverbots, und auch bei der Integrationsinitiative „Integration durch Leistung“ war sie maßgeblich beteiligt. Raab ist die erste Personalentscheidung für die neue Bundesregierung, die fix ist. Sowohl die Bundes-ÖVP, als auch die ÖVP Oberösterreich bestätigen die Entscheidung gegenüber dem ORF.

„Ruf einer absoluten Fachfrau und Expertin“

Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer verteilte Vorschusslorbeeren an Raab: „Eine Oberösterreicherin, die in ihrem Heimatbundesland stark verwurzelt ist, sich aber auch über die Landesgrenzen hinweg den Ruf einer absoluten Fachfrau und Expertin erarbeitet hat“, beschrieb er sie und meinte weiter: „Gerade wenn es um Integration geht, weiß sie wovon sie spricht. Eine gute Personalentscheidung für Oberösterreich und die neue Regierung“.

Schulsprecherin und Obfrau in Schülervertretung

Raab ist in Ampflwang aufgewachsen, lebt nun aber verheiratet in Niederösterreich. Studiert hat die Juristin wiederum in Innsbruck, Jus und Psychologie. Dort wurde sie auch für kürzere Zeit Uni-Assistentin für Zivilrecht, bevor sie die Ministeriumslaufbahn einschlug. Zuletzt unterrichtete sie nebenbei an der Donau-Uni Krems. Einen Drang nach vorne hatte Raab schon zu Schulzeiten, war sie doch in Vöcklabruck Schulsprecherin und später auch Obfrau der ÖVP-nahen Schülervertretung in ihrem Heimatbundesland. Auch als Wahlhelferin machte sie sich verdient.