Arbeiter und Kräne auf einer Baustelle in Wien
APA/HARALD SCHNEIDER
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Politik

Steigender Bedarf an Sozialwohnungen

Hohen Bedarf gibt es laut SPÖ-Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer bei den Wohnungsangeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen. Mehr als 1.000 Menschen sollen auf der Warteliste stehen.

Auch in Oberösterreich steigt der Bedarf bei Angeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen. Allein beim Thema Wohnen stünden derzeit 1.400 Menschen auf der Warteliste, so Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer von der SPÖ: „Diese Warteliste wird ja aktuell schon mit zusätzlichen 400 Wohnplätzen abgebaut. Aber wenn 1.400 warten, muss man da natürlich weitermachen. Wir haben einen weiteren Ausbauplan ab 2022 vorgestellt. Wenn man dann Plätze besetzen möchte, muss man jetzt schon zum Planen, Vorbereiten und Bauen beginnen.“

Mobile Hilfe: „Zusätzlich 10.000 Stunden pro Jahr“

500 zusätzliche Wohnplätze sollen in den Jahren 2022 bis 2028 errichtet werden, voraussichtliche Kosten inklusive Errichtung sowie den laufenden Betrieb laut Gerstorfer: 33 Millionen Euro.

Auch das Angebot bei der mobilen Hilfe und Betreuung soll laut Gerstorfer zwischen 2022 und 2028 ausgebaut werden- und zwar um zusätzlich 10.000 Stunden pro Jahr. Im Endausbau 2028 rechnet die Soziallandesrätin mit jährlichen Kosten in Höhe von 10,5 Millionen Euro.

„Grundsätzlich begrüßenswert“

Als grundsätzlich begrüßenswert bezeichnet der freiheitliche Klubobmann Herwig Mahr Gerstorfers Ausbauprogramm bei der Pflege. Allerdings müsse die Soziallandesrätin für die Finanzierung im eigenen Bereich und einen effizienteren Einsatz der Mittel sorgen.

Und der Sozialsprecher der ÖVP in Oberösterreich, Wolfgang Hattmannsdorfer, spricht von einem klaren Bekenntnis zum Ausbau von Angeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen. Allerdings müsse Gerstorfer dafür sorgen, dass das Geld auch bei den Betroffenen ankomme und nicht im System versickere.