Chariwari-Kette sucht Besitzer
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Chronik

Gestohlene Charivari-Kette sucht Besitzer

Eine gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im Innviertel gestohlene Silberkette soll jetzt endlich zurück zu ihrem Besitzer. Die Kette wurde damals von einem amerikanischen Soldaten gestohlen. Nach seinem Tod heuer möchte er nachträglich sein Gewissen reinwaschen.

Der letzte Wille des verstorbenen früheren Soldaten war es, dass die Kette wieder nachhause kommt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs hat sie der Soldat auf einem Bauernhof in der Nähe von Überackern (Bezirk Braunau) gestohlen, so Benedikt Vogl vom Haus der Geschichte in St. Pölten: „Er konnte sich nie wirklich damit abfinden, dass er die Kette damals unrechtmäßig von einem Bauern an sich genommen hat. Er bittet seinen Schwiegersohn, den rechtmäßigen Besitzer ausfindig zu machen.“

Chariwari-Kette sucht Besitzer
Whitehall Photography

Kette in St. Pölten ausgestellt

Durch den Schwiegersohn und weitere Umwege kam die Kette ins Haus der Geschichte in St. Pölten. Das Museum startete im Frühling bereits einen Anlauf, den rechtmäßigen Besitzer zu finden – ohne Erfolg. Jetzt gibt es einen zweiten Anlauf. Derweil ist die als Charivari bezeichnete Silberkette in dem Museum ausgestellt und kann bestaunt werden.

Chariwari-Kette sucht Besitzer
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Wert der Kette unbekannt

Sie ist offen etwa 40 Zentimeter breit und hat ein Medaillon aus einer Silbermünze, auf der nicht nur ein früherer Bundesadler, sondern auch die Jahreszahl 1860 zu sehen ist. Wie viel die Kette wert ist, ist nicht bekannt.

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