Politik

Gesundheitsplan 2025 präsentiert

Oberösterreich will bis 2025 die Zahl der Spitalbetten und ambulanten Betreuungsplätze nur äußerst moderat erhöhen. Wegfallen sollen Plätze in der Chirurgie und in der Geburtshilfe, aufstocken will man in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Akut-Geriatrie.

Der am Freitag einstimmig von der Landeszielsteuerungskommission beschlossene und von LHStv. Christine Haberlander (ÖVP) sowie OÖGKK-Obmann Albert Maringer präsentierte „Regionale Strukturplan Gesundheit 2025“ sieht vor, die Zahl der Betten und Ambulanzplätze bis 2025 um 49 auf insgesamt 7.925 zu erhöhen. Dabei sei die Zusammenarbeit zwischen den Spitalsstandorten und allen weiteren Partnern in der Versorgung einer der Schlüssel des Erfolges.

„Bündelung der Kräfte“

Im Akutfall gehe es für die Patienten und Patientinnen für die bestmögliche Hilfe, so Haberlander. „Wir sorgen für beides: Für eine gute Versorgung in den Regionen und für eine Bündelung der Kräfte in fachlichen Zentren“. Die obersten Interessen seien Nachhaltigkeit und die Sicherung des Gesundheitssystems, so Maringer, „Der RSG OÖ 2025 gewährleistet ein patientenorientiertes und effizientes Gesundheitswesen“. So peilt man bis 2025 die Erhöhung der Zahl der Primärversorgungszentren von derzeit vier auf 25 an – allerdings will Haberlander dabei auf die „Freiwilligkeit der Ärzte“ setzen.

„Schritt in die richtige Richtung“

Für die Gesundheitssprecherin der Grünen, Ulrike Schwarz „ist der regionale Strukturplan Gesundheit OÖ 2025 ein Erfolg“. Denn erstmals werde neben dem Krankenhausbereich auch den Bereich der Bereich der niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen geplant. Ein Schritt in die richtige Richtung ist der Gesundheitsplan auch für den Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Er begrüßte auch das eingesetzte Monitoring für die Arbeit in einzelnen Gesundheitsberufen.

Luger kritisierte in diesem Zusammenhang aber auch, dass die Sprengelbeiträge für die Gemeinden binnen drei Jahren um 40 Mio. Euro steigen würden – das sei das Doppelte vom am Donnerstag vom Land präsentierten Sondertopf, der an die Kommunen ausgeschüttet werden soll. Der präsentierte Gesundheitsplan hätte noch mehr Kostenersparnisse beinhalten können, etwa durch mehr zentralisierte Leistungen.

Die AK kritisierte, dass aufgrund des Bevölkerungszuwachses 500 zusätzliche Betten nötig wären. Für Haberlander sind das „aber nicht die Zahlen, die mir die Träger nennen“ und sie frage sich angesichts des Fachkräftemangels auch: „Wo kommen die her?“.