Polizeifahrzeug
ORF.at/Dominique Hammer
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Chronik

16-Jährige zu Prostitution gezwungen

Ein 16-jähriges Mädchen aus Rumänien ist laut Polizei von einem 39-Jährigen zur Prostitution gezwungen worden. Das Mädchen soll in ein Rotlichtlokal im Bezirk Kirchdorf gebracht worden sein.

Eingesperrt in einem Zimmer in dem Rotlichtlokal soll die 16-Jährige regelmäßig vom 39-Jährigen geschlagen und ausgebeutet worden sein. Das Geld, dass sie durch die Zwangsprostitution eingenommen hat, musste sie dem Mann geben. Auf die Spur ist die Polizei dem 39-Jährigen bei einer Kontrolle des Rotlichtlokals gekommen.

Mädchen wurde Polizei als „Freundin“ vorgestellt

Dabei wurde das Mädchen den Polizisten als Freundin des 39-Jährigen vorgestellt und galt nicht als Prostituierte. Zudem soll sie bei der Kontrolle von dem 39-Jährigen eingeschüchtert worden sein, weshalb sie den Polizisten nichts sagte. Das Mädchen wurde von dem Mann nach Linz gebracht, von dort gelang ihr die Flucht heim nach Rumänien.

Polizei ist skeptisch geworden

Den Polizisten kam die Version mit der 16-jährigen Freundin jedoch offenbar komisch vor. In mühevoller und monatelanger Ermittlungsarbeit gelang es der Polizei danach genügend Beweise gegen den 39-Jährigen zu sammeln. Die 16-Jährige soll nicht sein einziges Opfer sein, der Linzer wurde festgenommen. Das alles liegt bereits über zwei Jahre zurück, kam jedoch erst jetzt auf, nachdem die heute 18-jährige Rumänin in ihrer Heimat gefunden werden konnte. Sie bestätigte die Vorwürfe gegen den Linzer und gilt als eines der Hauptopfer des Mannes.