Schweine
pixabay/StockSnap
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Landwirtschaft

Diskussion um höhere Fleischpreise

Sollen Fleischprodukte stärker besteuert und zugunsten des Klimaschutzes und des Tierwohls verteuert werden? In Deutschland wird darüber heftig diskutiert, hierzulande stößt der Vorschlag bei Landwirten und Fleischproduzenten auf wenig Verständnis.

Die Österreicher liegen beim jährlichen Fleischkonsum europaweit an dritter Stelle. Sie essen 65 Kilogramm pro Kopf. In Deutschland sind es um ein paar Kilo weniger und doch wird heftig diskutiert: Grüne und SPD-Politiker wollen die Mehrwertsteuer auf Fleisch erhöhen. Durch die Verteuerung soll der Fleischkonsum zurückgehen und sich damit der Kohlendioxid-Ausstoß verringern, was sowohl dem Klimaschutz als auch dem Tierwohl zu Gute kommen soll. Die heimische Landwirtschaft will sich aber nicht ins Eck der Klimasünder drängen lassen

Debatte um Fleischpreise

In „Oberösterreich heute“ sind Befürworter und Gegner einer möglichen Preiserhöhung zu Wort gekommen.

Es sei nicht akzeptabel, dass die Landwirtschaft als Klimasünder Nummer Eins abgestempelt werde, während andere Sektoren ungeschoren davonkommen würden, so die Präsidentin der oberösterreichischen Landwirtschaftskammer Michaela Langer-Weninger. Wenn es um den Klimaschutz gehe, müsse man den Hebel an anderer Stelle ansetzen. Wenn Bereiche wie Industrie oder Verkehr billig bleiben, werde sich nichts ändern, so Johann Schlederer von der oberösterreichischen Schweinebörse.

Tierschützer und Umweltaktivisten begrüßen hingegen eine Verteuerung von Fleisch. Die Diskussion bewirke zumindest eine Auseinandersetzung damit, wie Fleischkonsum und Klima- und Umweltschutz zusammenhängen, so Bernhard Falkner, Betreiber eines veganen Restaurants in Linz.