Chronik

Kindesmissbrauch – Täter haben Muster

Im Fall des Arztes aus dem Salzkammergut, dem sexueller Missbrauch von bis zu 95 Buben vorgeworfen wird, erschrecken auch Kinderschutz-Experten. Ein Täter geht dabei zumeist nach einem bestimmten Muster vor, so Christine Winkler-Kirchberger von der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ.

Die Erfahrungen zeigten leider oft erst im Nachhinein, dass es eindeutige Muster gebe, wie Täter vorgehen, um an die Kinder und Jugendlichen heranzukommen, so Winkler im Gespräch mit ORF-Moderatorin Maria Theiner in der Sendung Oberösterreich heute am Mittwochabend. „Die Täter gehen sehr verwirrend und irritierend vor – die Kinder und Jugendlichen wissen am Anfang nicht, was passiert.“

„Eltern müssen hellhörig sein“

Dazu komme dann der Aufbau eines Loyalitätsgefühls – und dem daraus folgenden „Schweigen darüber“. Da sei es wichtig für die Eltern hellhörig zu sein und nachzufragen – „am besten ist es natürlich, wenn man mit den Kindern von klein auf ein Vertrauensverhältnis aufbaut“, und sie aufklärt, etwa was „Recht am eigenen Körper“ bedeute, so Winkler-Kirchberger.

Der Fall des Arztes aus dem Salzkammergut könnte ein noch nie da gewesenes Ausmaß an Missbrauchsfällen annehmen. Es werde noch in hunderten weiteren Fällen ermittelt, so die Staatsanwaltschaft.

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