Die Sonne scheint auf eine Solaranlage
APA/dpa/Oliver Berg
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Wirtschaft

OÖ als Land der erneuerbaren Energie

Oberösterreich soll das „Land der erneuerbaren Energien“ werden, wünscht sich zumindest Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Er will damit nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich absichern. Insgesamt will das Land eine Milliarde Euro in erneuerbare Energien investieren.

Klimawandel brauche Sinneswandel, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. Das Land fördere zum Beispiel in der Energieversorgung die Wasserkraft: „Die möchten wir nutzen, das ist CO2 freundlich, ist auch eine sichere und nachhaltige Art der Stromversorgung. Und da wird es auch in den nächsten zwei Jahren Projekte geben“, so der Landeshauptmann.

Wasserkraft fast komplett ausgebaut

Zwar seien in Oberösterreich bei der Wasserkraft bereits 95 Prozent ausgebaut worden. Die verbleibenden fünf Prozent hätten aber noch einiges an Potential, so der Generaldirektor der Energie AG, Werner Steinecker – und nennt vor allem die mittlere Traun: „Da haben wir fünf schon sehr betagte Kraftwerke vor vier Jahren gekauft. Aus diesen fünf werden wir ein starkes machen“, so Steinecker.

Photovoltaik als Hoffnungsträger

Zweiter großer Hoffnungsträger ist die Photovoltaik, wo bereits mehr als 50 Prozent der neuen Einfamilienhäuser mit einer Anlage ausgestattet seien, wie es heißt. Dieses Potential will Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner in Zukunft verstärkt nutzen, indem auf möglichst vielen Dächern und Gebäuden Photovoltaikanlagen installiert werden sollen.

Umweltlandesrat übt Kritik

Kritik kommt vom Grünen Umweltlandesrat Rudi Anschober: hunderttausende Dächer in Oberösterreich würden weiterhin darauf warten, für die Erzeugung von Sonnenstrom genützt zu werden. Österreich wolle bis 2030 100 Prozent des elektrischen Stroms durch Erneuerbare Energie erzeugen. Um das zu schaffen, brauche es ein Großprogramm für Solardächer – finanziert durch ein landesweites Programm, fordert Anschober.