Innenstadt von Ried im Innkreis
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Wirtschaft

Rieder Innenstadt wird neu belebt

Neue Wege bei der Innenstadtbelebung beschreitet man in Ried im Innkreis. Statt Geld oder Mietzuschüssen gibt es für Unternehmensgründer Know-How in Form von Rechtsberatung oder Marketing.

StadtUp heißt die neue Form der Betriebsansiedlung in der Rieder Innenstadt, 2017 wurde sie aus der Taufe gehoben. Interessenten für freie Innenstadtgeschäfte hat aber nicht das Stadtmarketing gesucht, sondern Firmengründer konnten sich für StadtUp bewerben. 16 Interessenten gab es, obwohl bei dieser Förderung kein Geld floss, bestätigt Roland Murauer vom Stadtmarketing Ried. Genommen wurde auch nur, wer für den Branchenmix in der Innenstadt passt. Man greife den Jungunternehmern in den Bereichen in die Arme, in denen sie in der ersten Phase kein Geld ausgeben. Unterstützungsleistungen im Marketingbereich oder für einen Businesscoach nennt Murauer hier als Beispiele.

Beratung besser als Förderungen

Fünf von 16 Interessenten von einer Expertenjury ausgewählt und ins StadtUp-Programm aufgenommen, darunter Carmen Gurita-Wiesbauer. Sie hat ein Geschäft für Kindermoden und Kinderaccessoirs im höheren Preissegment eröffnet und profitierte vom Angebot. Viel gebracht habe die Beratung durch den Businesscoach, „und der auch schon einmal da war, wenn ich ein bisschen die Nerven verloren hab“, so Gurita-Wiesbauer im Gespräch mit dem ORF Oberösterreich, was deutlich hilfreicher als ein Zuschuss für die Miete gewesen sei.

StadtUp wird fortgesetzt

Alle fünf Jungunternehmen gibt es weiterhin und auch jene die im Ranking auf den Plätzen sechs bis acht landeten haben aufgesperrt. Ried startet jetzt das zweite StadtUp Projekt. Nachahmer gibt es bereits in Lustenau in Vorarlberg und Trofaich in der Steiermark.