Gestohlene Reliquien per Post zurückgeschickt

Mehr als 80 religiöse Reliquien sind aus dem Exerzitienhaus in Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf an der Krems) 2014 gestohlen worden. Mittlerweile sind sie wieder da: Der unbekannte Dieb schickte die Reliquien per Post zurück.

Seit August 2014 waren die mehr als 80 Reliquien von Schutzheiligen, welche an die Gründung des Ordens erinnern, spurlos verschwunden. Für die Benediktinerinnen vom „Unbefleckten Herzen Mariens“ war es eine harte Zeit ohne die Reliquien im Kloster. Mehr dazu in: „Reliquiendiebstahl in Kremsmünster“ (ooe.ORF.at, 19.08.14) Bis der Briefträger vergangenes Jahr ein Paket brachte.

In Kremsmünster gestohlene Reliquien

Polizei

Schwester Veronika hätte längst nicht mehr damit gerechnet, dass die Schutzheiligen wieder zurückkommen würden. Die Überraschung unter den Schwestern sei groß gewesen, erzählt sie: „Die Reliquien sind einzeln liebevoll verpackt in Seidenpapier mit der Post gekommen.“

Schwester Veronika im Radio-Oberösterreich-Interview

Dieb noch unbekannt

Wer hinter dem Diebstahl und der Rücksendung steckt, ist völlig unklar. Bekannt ist nur, dass das Paket im bayrischen Landkreis Mühldorf am Inn aufgegeben wurde. Die Ermittler des Landeskriminalamts vermuten, dass der Dieb Probleme hatte, einen Käufer für die kunstvoll verzierten Medaillons zu finden. „Fachleute, die solche Gegenstände in die Hände bekommen, hinterfragen, wo sie herkommen. Normalerweise gibt es Unterlagen dazu“, so Rudolf Frühwirth vom Landeskriminalamt. Die Reliquien sind mindestens 100 Jahre alt, Papiere dazu hatte der Dieb nicht.

„Haben vergeben“

Für die Ordensschwestern spiele es keine Rolle, wer ihre Schutzheiligen gestohlen hatte, sagt Schwester Veronika. Sie sind froh, dass die Reliquien wieder zurück „nach Hause“ gekommen sind. „Ich denke, da hat etwas das Herz des Diebes berührt“, sie hätten dem Dieb, wie sie sagen, vergeben. Das Landeskriminalamt sucht weiter nach den Tätern.

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