20. Ökumenische Sommerakademie

Treffen Big Data und Computer bessere Entscheidungen als Menschen? Das ist eine der Fragen, die bei der 20. Ökumenischen Sommerakademie in Kremsmünster beim Thema der „Gott und die digitale Revolution“ ab 11. Juli erörtet werden.

Die digitale Revolution stellt die Religionen vor grundlegende Fragen, die in der kirchlichen Praxis erst ansatzweise erkannt werden. „Ein brisantes Thema, das beweisen die Skandale um illegale Weitergabe von gesammelten Daten von sozialen Plattformen und IT-Konzernen“, so die Veranstalter in einer Aussendung. Im Stift Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf an der Krems) wird von 11. bis 13. Juli diskutiert.

Herausforderungen für die Kirche

Die Kirchen müssen sich diesen Fragen und Herausforderungen stellen, denn die neuen Technologien stellen das bisherige Welt- und Menschenbild in Frage. Es geht um Macht und Gefahren der neuen Medien, es geht um hochleistungsfähige Roboter, es geht um datengesteuerte Lenkungssysteme, aber es geht auch um den Traum von der Erschaffung künstlicher Wesen, die in ihrem Denken, Fühlen und Handeln uns Menschen ähnlich sind, uns vielleicht sogar übertreffen.

Festsaal Stift Kremsmünster

KU

Hat Gott noch Platz in der neuen Welt der Computer?

Bei der Ökumenischen Sommerakademie werden die Perspektiven der digitalen Entwicklung geschildert, Hoffnungen und Erwartungen bestärkt und relativiert. Es wird vor den Gefahren für die Einzelnen und die Gesellschaft gewarnt, es werden theologische und ethische Ansätze vorgestellt, und wie immer wird gefragt, ob die Kirchen auf diese Herausforderungen vorbereitet sind.

Ars Electronica Center ist Partner

Mit zahlreichen wissenschaftlichen Instituten und vor allem dem Ars Electronica Center (AEC) ist Oberösterreich in der technologischen Entwicklung und mit dem Festival Ars Electronica an der Schnittstelle zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft führend vertreten. Das AEC ist heuer Partner der Ökumenischen Sommerakademie, bei der die theologische Relevanz der Digitalisierung diskutiert wird. Gerfried Stocker wird als wissenschaftlicher Leiter des AEC die Perspektiven der Entwicklung schildern.

Die Referenten:

Als Geschäftsführerin eines weltweit tätigen IT-Unternehmens ist Yvonne Hofstetter mit diesen Entwicklungen ebenfalls bestens vertraut. Sie warnt allerdings vor damit verbundenen Gefahren und erhält für ihre Publikationen heuer den Theodor-Heuss-Preis.

Johanna Haberer von der Universität Erlangen Nürnberg hat „10 Gebote für die digitale Welt“ entworfen, Werner Thiede, ebenfalls aus Erlangen-Nürnberg, fordert mit 95 Thesen zum Umdenken in Kirche und Gesellschaft auf. Die ethischen Aspekte der Digitalisierung behandeln Michael Fuchs von der Katholischen Privat-Universität Linz und Peter Kirchschläger aus Luzern, der sich international auch als Menschenrechtsexperte einen Namen gemacht hat. Mit dem Verhältnis der Jugend zur digitalen Welt setzt sich Ilona Nord aus Würzburg auseinander.

Schließlich werden wie immer bei der Ökumenischen Sommerakademie Kirchenvertreter darstellen, wie sie auf die neuen Herausforderungen vorbereitet sind.

Veranstalter:

Die Ökumenische Sommerakademie ist eine Veranstaltung der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz, des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, des Evangelischen Bildungswerks Oberöster­reich, der Kirchenzeitung der Diözese Linz, des Stiftes Kremsmünster, der Religionsabteilungen des ORF in Fernsehen und Radio und des Landes Oberösterreich. Das AEC ist Veranstaltungspartner.

Die 20. Ökumenische Sommerakademie „Gott und die digitale Revolution“ findet von 11. bis 13. Juli 2018 im Stift Kremsmünster statt, sie ist öffentlich zugängig.

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