Schatzkiste OÖ: Jahrhundertealte Faschingsfreude

Der Anblick von frischen Faschingskrapfen ist immer wieder verlockend. Faschingskrapfen sind mancherorts auch als Glaskrapfen bekannt, wie etwa im Hausruckviertel oder auch im Traunviertel.

Was in der Faschingszeit in einer Bäckereivitrine vor uns liegt, ist Jahrhunderte alt! Schon in einer Wiener Kochordnung aus dem Jahr 1486 findet man einen ersten Beleg für eine winterliche Köstlichkeit: den Faschingskrapfen.

Krapfen

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Faschingskrapfen sollten früher vor der Fastenzeit den Hunger stillen

Die Palette an Schmalzgebäcken als Brauchtumsgebäck im Jahreskreis ist groß, doch Krapfen sind das Gebäck des Winters. Schon in den Bräuchen der Raunächte spielen Krapfen eine große Rolle und auch in der Faschingszeit. Der Verzehr von Faschingskrapfen wurde früher von Geistlichen vor der Fastenzeit als reichhaltiges Süßgebäck empfohlen.

Sendungshinweis:
„Servus Oberösterreich“
Sa. 11. Februar 2017 um 17.10 Uhr

Faschingskrapfen sind ursprünglich Germteigkrapfen, gefüllt mit Marillenmarmelade. Variationen finden sich auch mit Schokoladefüllung oder Vanillecreme.

Krapfen in dieser Art werden heute von manchen Bäckereien, aber auch Supermarktketten das ganze Jahr über angeboten.

Krapfen

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Glaskrapfen als Besonderheit in Oberösterreich

Der Faschingskrapfen hat im Hausruckviertel und auch im Traunviertel noch einen anderen Namen: Glaskrapfen wird er hier genannt. Und zwar deswegen, weil aus dem Germteig mit Hilfe eines Glases die runden Köstlichkeiten ausgestochen wurden…

Krapfen mit Clownfigur

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Sandra Galatz; ooe.ORF.at

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