Schatzkiste OÖ: Mit Schwein ins neue Jahr

Zum Jahreswechsel werden Glücksbringer in Massen verschenkt. Zu den bekannten Glücksbringern wie Schweinen, Rauchfangkehrern, Fliegenpilzen, Hufeisen und Kleeblättern sind auch neue Glückssymbole hinzugekommen.

Der Elefant gilt in Indien als Glückstier und wird auch in Oberösterreich immer beliebter. Außerdem werden in den letzten Jahren Delphine und Frösche als Glücksbringer verschenkt, beobachtet Andrea Euler, Leiterin der Volkskundeabteilung im OÖ Landesmuseum:

Gluecksschwein

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Gerne werden die Glückssymbole miteinander kombiniert

Abergläubische Zusatzversicherung

Glücksbringer waren früher für die Menschen so etwas wie eine abergläubische Zusatzversicherung. Ein Schwein etwa bedeutete Reichtum. Der Rauchfangkehrer ist eines der ältesten Glückssymbole, denn er trug entscheidend zur Sicherheit bei. Ihm oblag die Verantwortung, dass Haus und Hof durch saubere Kamine vor Brand geschützt sind. Außerdem sagt man ihm durch die Nähe zu Feuer und Rauch nach, dass er ungute Geister vertreibe.

Rauchfangkehrer

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Der Rauchfangkehrer gilt schon lange als Glücksbringer

Wer sich ein Pferd leisten konnte, galt als reich und somit glücklich. Verlorene Hufeisen waren einst begehrte Sammelobjekte, denn das Hufeisen soll Glück bringen.

Als Glückssymbol wird es verschieden gedeutet: Mit der Öffnung nach unten aufgehängt schütte es Glück über das Haus und seine Bewohner. Mit der Öffnung nach Oben aufgehängt fängt es das Glück für Haus und Hof ein.

Sendungshinweis:
„Servus Oberösterreich“
Sa. 31. Dez. 2016 um 17.10 Uhr

Unglück durch Unglück vertreiben

Der Klee versprüht allein durch seinen kräftigen Wuchs schon Glück, und beim vierblättrigen Kleeblatt gilt wegen seiner Seltenheit der Finder als Glückspilz. Apropos Pilz: Unglück wurde vielfach mit Unglück vertrieben – der giftige Fliegenpilz galt schon immer als bewährtes Abwehrmittel gegen alles Ungelegene.

Bekommt man hingegen einen essbaren Glücksbringer geschenkt, so solle es Glück bringen, ein Stück davon als erste Speise im neuen Jahr zu essen.

Sandra Galatz; ooe.ORF.at

Glueckksbringer

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