„Schatzkiste OÖ“: Kleinod Kachelofen

Ein desolates, abbruchreifes Auszugshäusl schafft einen neuen Akzent im Krippendorf Geboltskirchen (Bezirk Grieskirchen). Es wurde liebevoll von den Krippenfreunden restauriert. Darin verbirgt sich auch ein ganz besonderer Kachelofen.

Die Krippenfreunde haben in fünfjähriger Bauzeit aus einer „Bruchbude“ ihr neues Ausstellungshaus, das „Ölerhaus“ erschaffen. Es ist ein neues Schmuckstück geworden, das in der Ortseinfahrt von Geboltskirchen nun erstrahlt.

Ölerhaus in Geboltskirchen

Sandra Galatz

Das Ölerhaus ist das neue Ausstellungshaus der Krippenfreunde und der OÖ. Landeskrippenbauschule

Es ist ein altes Auszugshaus, das 1937 erbaut wurde und in dem der örtliche Schuhmacher seinen Lebensabend verbrachte. Um einen Anerkennungsbeitrag von einem Euro wurde das verfallene Haus den Krippenfreunden übergeben, die es in über 6.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden liebevoll restaurierten.

Sendungshinweis:
„Servus Oberösterreich“
Sa. 10. Dez. 2016 um 17.10 Uhr

Besonderer Wert wurde im Zuge der Arbeiten darauf gelegt, das Haus in seiner ursprünglichen Struktur zu erhalten. Bei der Außenfassade etwa wurde die in den 1960er-Jahren angebrachte Eternitverkleidung auf der Wetterseite wieder durch Lärchenschindeln ersetzt.

Ursprüngliche Strukturen erhalten

Erneuert wurden auch die Kastenfenster aus Lärchenholz - im Stil der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der originale Dachstuhl, der teilweise im Ausstellungsbereich sichtbar ist und einen besonderen architektonischen Einfluss nimmt, konnte erhalten werden.

Kachelofen

Sandra Galatz

Dieser besondere Kachelofen stand im alten Pfarrhaus und wurde hier im Ölerhaus neu aufgesetzt

Ganz besonders stolz ist man aber auf das neue, alte Herzstück, den Kachelofen in der Krippenstube. Im Zuge der Renovierung des Ölerhauses entstand die Idee, dem alten Kachelofen des Pfarrhofes, der auf einem Dachboden vor sich hin schlummerte, in der Krippenstube einen neuen Platz zu geben.

Kachel des Kachelofens mit Kirche

Sandra Galatz

Die acht Kacheln sind ein Porträt von Geboltskirchen

Heiligenbilder, die Kirche von Geboltskirchen, der Architekt und der Altpfarrer selbst zieren die acht Keramikkacheln. Besonders fein gestaltet sind dabei die Motive zu den beiden tragenden gesellschaftlichen Ständen im alten Bergwerksort Geboltskirchen: den Bergleuten und den Bauern.

Kachelofen mit Krippenfreunden

Sandra Galatz

Die Krippenfreunde sind stolz auf ihr Schmuckstück

Die Motive auf den eingebrannten Kacheln aus dem Jahr 1952, gefertigt von einem Eberschwanger Hafner, dürfte der Altpfarrer selbst entworfen haben. Dieses Kleinod unterstreicht nun den Charme des Ölerhauses.

Sandra Galatz; ooe.ORF.at

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