„Schatzkiste OÖ“: Fürsten in der Wildnis

Auf der Suche nach Schätzen im Land ist Sandra Galatz diesmal in einer sehr beschaulichen Gegend fündig geworden: im Bodinggraben in Molln. Hier steht 25 Kilometer vom Ort entfernt ein altes, gräfliches Jagdhaus aus dem 19. Jahrhundert.

Abgeschiedenheit für Ruhe, Hirschbrunft vor der Haustüre für 25 Kilometer bis zum Ort, historisches Ambiente für lange Schulwege… Das Leben von Familie Kirchweger besteht einerseits aus Verzicht, gleichzeitig aber aus unglaublichen Privilegien. Seit acht Jahren bewohnt die Familie das historische Forsthaus mitten im Nationalpark Kalkalpen.

Forsthaus im Bodinggraben

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Gräfliches Forsthaus im Bodinggraben

Majestätisch liegt es da, das alte, gräfliche Forsthaus im Bodinggraben in Molln, im schönsten Talschluss des Nationalparks.

Sendungshinweis:
„Servus Oberösterreich“
Sa. 12. Nov. 2016 um 17.10 Uhr

Schon seit Jahrhunderten bewohnt

Das Gebäudeensemble mit Rosalia-Kapelle, Adjunktenstöckl, Jagahäusl und Forsthaus ist ein besonderes kulturhistorisches Juwel. 1757 wurde das Jagahäusl als erstes Haus im Bodinggraben erbaut. Das Forsthaus selbst wurde 1830 zunächst als Steinschlösschen errichtet, kurz darauf wohnte der erste Förster in den Gemäuern.

Rosalienkapelle

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Blick in die Rosalia-Kapelle

Ende des 18. Jahrhunderts gelangte es schließlich in gräflichen Besitz. Es wurde umgebaut und bis 1936 diente das Schmuckstück als Jagdhaus der Grafen Lamberg. Das Herrschaftliche ist noch heute überall zu spüren.

Liebe zu alten Schätzen spürbar

Man stolpert über alte Möbel, Kunsthandwerk und Raritäten: vom Hausaltar über einen mehrere hundert Jahre alten Waschtisch, bis zu den vielen Trophäen die an den Wänden hängen.

historisches Kinderzimmer im Forsthaus

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Die Familie lebt mit der historischen Einrichtung

Mit Stolz zeigt Hausherr Michael Kirchweger auf 300 Jahre alte Kommoden und Schmuckschatullen, aufwändig gearbeiteten Bettgestelle und eine wunderbare alte Tramdecke in der herrschaftlichen Stube.

Das Haus steht unter Denkmalschutz. Selbstverständlich sind aber Annehmlichkeiten verfügbar wie etwa eine Zentralheizung. Familie Kirchweger ist die zehnte Hausbewohner-Generation seit den Grafen.

Stube im Forsthaus

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Das Herzstück des Forsthauses: die Stube

Die Familie hat nicht das Gefühl, in einem Museum zu leben, sondern versteht es, mit dem alten, geschichtsträchtigen Ambiente zu harmonieren. Das Haus – ein wirkliches Schmuckstück - scheint sich von seinen Bewohnern zutiefst verstanden zu fühlen.

historisches Mobiliar

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Historisches Mobiliar findet sich im gesamten Haus

Forsthaus zu besichtigen

Im Forsthaus werden auch immer wieder Führungen angeboten. Informationen und Anmeldung im Nationalparkzentrum Molln. Tel.: 07584-3651

Sandra Galatz; ooe.ORF.at

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