„Schatzkiste Oberösterreich“ mit Sandra Galatz

Am Samstag startet die neue Serie „Schatzkiste Oberösterreich“ im Programm von Radio Oberösterreich. In dieser Rubrik birgt ORF-Redakteurin Sandra Galatz Schätze zu den Themen Menschen, Land und Leben heute.

Die Schatzkiste Oberösterreich bietet Platz für ein breit gefächertes Themenfeld. Landschaftliche Besonderheiten, mystische und sagenumwobene Plätze, interessante Menschen, die mit dem Landleben besonders verbunden sind und fast vergessenes Handwerk sind genauso Thema wie Bräuche und aktuelle Alltagskultur.

Sandra Galatz

Sandra Galatz

Sandra Galatz ist immer auf der Suche nach spannenden Geschichten

Sandra Galatz ist dazu im ganzen Land unterwegs, um in der Schatzkiste Oberösterreich zu kramen und jeden Samstag die kostbarsten Schätze zu bergen.

Sendungshinweis:
„Servus Oberösterreich“
Sa. 24.9.2016 um 17.10 Uhr

Auftakt mit der „Schafmusterung“

Den Auftakt macht dabei die „Schafmusterung“, der Almabtrieb der Schafe. Was für die Kühe der Almabtrieb ist, das ist für die Schafe der Schaftag oder auch die sogenannte Schafmusterung vor dem Michaeli-Tag, also vor dem 29. September. Es ist zweifelsohne der wichtigste Tag im Jahr eines Schafbesitzers im Inneren Salzkammergut.

Zwei Schafe auf Bergweide

Sandra Galatz

Vor dem Michaeli-Tag werden die Schafe von den Almen geholt

Der Herbst hält endgültig Einzug, wenn im September in Gosau und Bad Goisern die Schafe zur traditionellen Schafmusterung zusammengetrieben werden. Den ganzen Sommer über haben sie auf den Almen verbracht und nun ist es wieder Zeit, in den Stall zurückzukehren.

Schon in aller Früh sind die Bauern und Schafhalter unterwegs, um die Schafe in den großräumigen Weidegebieten ausfindig zu machen und zum Sammelplatz zu treiben. Langsam treffen immer wieder größere und kleine Herden ein.

Ausrufe klingen nach Fremdsprache

Die Schafe werden in ein Gehege, die „Pferch“ zusammengetrieben und der sogenannte „Ausschreier“ verkündet in ganz eigenem Dialekt und mit speziellen Begriffen und Worten unter anderem die Nummern auf den Ohrmarken sowie ihre Form: „Am rechtn Öh’l a Habakee’n, am denkn a Herr Mon(d) und drinta a Loh!“ „An rechtn Öh’l a Wingl übern Spitz, am denkn voran!“

Daran erkennt der Besitzer seine Schafe und holt sie beim Ausschreier ab, um sie wieder nach Hause auf seinen Hof zu bringen. Dieses Ausschreien ist wohl für Nicht-Einheimische unverständlich. Es klingt tatsächlich wie eine Fremdsprache. Doch mit diesen Codes finden die Besitzer ihre Schafe wieder!

Sandra Galatz; ooe.ORF.at