Woher kommt „Aufpassen wie ein Haftelmacher“

Da musst du „Aufpassen wie ein Haftelmacher“ sagen wir heute noch, wenn wir bei einer Sache ganz genau vorgehen müssen. Doch was steckt genau hinter dem Begriff?

Wer aufpassen muss, wie ein Haftelmacher, muss sich sehr konzentrieren und aufmerksam sein. Das liegt an den Hafteln. Dabei handelt es sich um einen Verschluss aus Haken und Öse, mit dem Kleidungsstücke geschlossen werden.

Sendungshinweis

„Guten Morgen Oberösterreich“, 9. Jänner 2013

Einst besonders heikle Arbeit

Hafteln herzustellen und zurechtzubiegen war einst eine besonders heikle Arbeit, für die man ein gutes Auge und eine ruhige Hand brauchte. „Lange Zeit hat es keine Knöpfe gegeben, sondern es sind überall Haftel und Hackerl eingenäht worden. Dazu hat es einen eigenen Beruf gegeben - die Haftelmacher. Sie haben ganz genau arbeiten müssen. Auch heute gibt es noch Haftel, etwa beim Trachtengewand, bei Miedern oder Dirndl-Kleidern“, erzählt Maria Huber vom OÖ. Heimatwerk.

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Auch beim BH-Verschluss kommen solche Haftel heute zum Einsatz.
Was früher mühevolle Kleinarbeit war, erledigen heute die Maschinen. Geblieben ist in Österreich und Bayern die Redewendung.