Marga Persson bei „Treffpunkt Kunst“

Marga Persson ist im November im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Kunst“ des ORF Oberösterreich gestanden. Ab 1992 leitete sie die Meisterklasse für Textiles Gestalten an der damaligen Hochschule in Linz, 1994 erhielt sie den Landeskulturpreis.

Textilkunst war – historisch gesehen – vor allem das gewebte Bild, der Gobelin, der Bildteppich. So hat es Marga Persson erlebt, als sie nach ihrer Museumspraxis aus ihrer Heimat Schweden Mitte der 60er Jahre nach Wien an die Akademie für Angewandte Kunst wechselte. Dort hat sie allerdings bald das funktionell-dekorative Format verlassen und Weben an sich in den Mittelpunkt gerückt.

Johannes Jetschgo und Marga Persson bei Treffpunkt Kunst

ORF

Johannes Jetschgo im Gespräch mit Marga Persson

Malerei, Zeichnen und Weben sind drei gleichwertige Medien für die Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit früh der informellen Malerei näherte, aber immer der textilen Gestaltung verpflichtet blieb. Denn für sie ist das einfache Prinzip der zwei gekreuzten Fäden so elementar, dass sie zuletzt in ihre Zeichnung dieses Prinzip in Serie nachvollzieht und damit rein visuelles „Gewebe“ dem stofflichen aus Wolle, Leinen und Papier zur Seite stellt. Diese Konzentration auf den Prozess und Verlauf des Webens führt zu einer neuen Wahrnehmung von Zeit und ihrem Maß, von Ordnung und von Experiment.

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Marga Persson hat sich inzwischen weit von der planvoll darstellenden und motivisch orientierten Tapisserie entfernt. Weben und Zeichnen sind zu Akten der Selbsterfahrung geworden. Ab 1992 leitete Marga Persson die Meisterklasse für Textiles Gestalten an der damaligen Hochschule in Linz, 1994 erhielt sie den Landeskulturpreis.