Osterstriezel oder -pinzen ohne Eier

Rezepte für Osterstriezel oder -pinzen gibt es verschiedene - so gut wie alle führen als Zutaten Eier und Butter an. Das ist bei verpacktem Ostergebäck aus einem Geschäft nicht immer so, wie die Arbeiterkammer OÖ festgestellt hat.

Vier der 13 Striezel sind komplett ohne Eier hergestellt worden, bei zwei Produkten davon wurde auch die Butter durch Palm- und Rapsöl ersetzt. Bei fünf Osterstriezeln machten die Hersteller keine Angaben darüber, wie die Legehennen gehalten wurden. Bei den äußerst günstigen Osterbackwaren wurde Palmöl verwendet.

Import von Eiern aus Käfighaltung nicht verboten

Von 13 Herstellern gaben aber vier an, dass die verarbeiteten Eier aus Bodenhaltung stammen, bei all diesen Produkten wurde auch Butter als Zutat angeführt. Laut Konsumentenschutz ist so etwas durch eine Lücke bei der Kennzeichnungspflicht bei verarbeiteten Eiern möglich.

Denn in Österreich bzw. in der EU ist die Eierproduktion von Legehennen in Käfighaltung verboten - der Import solcher Eier aber nicht.

Ausweitung der Kennzeichnungspflicht gefordert

Während also bei frischen Eiern die Kennzeichnungspflicht Auskunft über die Art der Tierhaltung gibt, ist das bei verarbeiteten Eiern in Nudeln, Mayonnaise oder Backwaren nicht so. Was bedeutet, dass über diesen Weg Käfigeier in unseren Regalen landen können. Die Arbeiterkammer fordert deshalb eine Ausweitung der Kennzeichnungspflicht auch bei Eiern in verarbeiteten Produkten.

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