Telefonterror bei Polizei Gmunden

Telefonterror erleben derzeit Polizisten in Gmunden. Beim Bezirkspolizeikommando gingen täglich mehrere Hundert Notrufe ein, die gar keine waren. Denn noch nie kam ein Gespräch zustande. Die Anrufe nachzuverfolgen, sei laut Polizei schwierig.

Laut den Gmundener Polizisten spricht bei den Telefonaten zwar niemand, es sind aber Geräusche im Hintergrund zu hören, etwa von einem Fernseher. Nach wenigen Sekunden wird die Verbindung dann immer abgebrochen.

Notruf ohne SIM-Karte möglich

Die Polizei möchte dem Anrufer oder der Anruferin jetzt auf die Schliche kommen, aber das ist gar nicht so einfach. In dem Mobiltelefon ist laut Polizei keine SIM-Karte, also keine Chip-Karte eines Mobilfunkbetreibers. Notrufnummern können auch ohne SIM-Karte angerufen werden. Daher kann es auch nicht geortet werden.

Identifikationsnummer als einziger Hinweis

Einzige Chance für die Polizei ist eine Identifikationsnummer des Handys, so soll der Vorbesitzer ausfindig gemacht werden. Dem Anrufer oder der Anruferin droht laut Polizei zumindest eine Geldstrafe wegen Missbrauchs der Notrufnummer.