Bad Leonfelden
https://www.bad-leonfelden.ooe.gv.at/
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Lust aufs Wandern Spezial – Bad Leonfelden

„25 Jahre offene Grenzen“ lautete das Motto der Wanderung 2014 in Bad Leonfelden. Wir starten unsere Wanderung am Hauptplatz von Bad Leonfelden.

Vorbei an der Stadtpfarrkirche und Unterlaimbach befinden wir uns am Nordwaldkammweg und kommen zu unserer ersten Station dem Aussichtspunkt „Lug ins Land“. Von hier aus können wir den herrlichen Blick über die einzigartige Landschaft des Mühlviertels und über die Kurstadt Bad Leonfelden genießen. Nach diesem kurzen Aufenthalt führt uns die Wanderung zu den bekannten Glasöfen. Tief im Wald wurde im 14. Jhdt. eine einfache Glashütte nahe einer Quelle gebaut. Geheimnisumwittert blieben jene Menschen und ihre Namen, die unter schwierigen Verhältnissen Glas erzeugten und mit ihrer Ware den Namen Leonfelden in die Welt hinaustrugen. Einzige Zeugnisse bilden verschiedene Funde von Glasschmelzklumpen, Glasperlen, Quarzsteine, Glasschmelzhafen und Reste von Glasschmelzöfen. Über den Waldweg geht es hinauf Richtung Sternstein. Nach einem kurzen Abstieg und insgesamt 7 Km erreichen wir die Mittagsrast bei der Talstation der Sternsteinlifte.

Nach dieser Rastpause geht es in Richtung Tschechien weiter. Vorbei am Naturdenkmal Pilzstein, einer eigenwilligen Steinform, die wir schon von weitem erkennen können. Schöner könnte kein Bildhauer einen Herrenpilz ausarbeiten, wie es hier die Laune der Natur vollbracht hat. Nach der kleinen Ortschaft Affetschlag führt uns unser Wanderweg an die Staatsgrenze zu Tschechien bei Dürnau. Nach dem Grenzübertritt wandern wir bergab zum ehemaligen Dorf Martelschlag (Martínkov) und weiter nach Kaltenbrunn (Studánky). Nach diesen 10 Km besteht die Möglichkeit mit einem Shutteldienst zur Raststation Rading oder nach Bad Leonfelden, wo der Wandertag ausklingt, zu fahren.

Lust aufs Wandern Spezial Bad Leonfelden
ORF/Gisdat

Alternativ bieten wie die letzte Etappe des Rundweges an:
Auf dem alten Handelsweg „Salzstraße", welche von Bad Leonfelden nach Hohenfurth (Vyssi Brod) führte, wandern wir vorbei an der Gedenkstätte Reifmaß (Radvanov) bis zum südlichsten Punkt der Tschechischen Republik. Direkt an der Staatsgrenze zu Tschechien befindet sich die „Schwedenschanze". Ein Gedenkstein und eine hölzerne Kanonennachbildung erinnern noch heute an die schweren Zeiten des Dreißigjährigen Krieges. Die Schanze wurde zum Schutz gegen den Einfall des Schwedenheeres von Norden her errichtet und bildet eine Sperre in der waldfreien Lücke zwischen Sternstein und dem Miesenwald im Osten in einer Länge von 200m. Zur einer unserer letzten Stationen, der Jausenstation Rading, ist es von hier aus nicht mehr weit.

Sendungshinweis

„Radio Oberösterreich Cafe“, 10.10.21

Wir setzen unseren Rückweg der letzten 9 Km nach einer kurzen Rast fort. Nach einem kleinen Anstieg erreichen wir die Europäische Wasserscheide. Eine ehemals als Brunnstein verwendete Granitplatte wurde 1980 aufgestellt und kennzeichnet die im Gelände oft nur schwer erkennbare Wasserscheide zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Schwarzen Meer. Nur am Lauf der Flüsse lässt es sich leicht erkennen: Der Granitzbach fließt nach Norden, der Rodlbach nach Süden. Zum Abschluss überqueren wir in Appenau die noch kleine Große Rodl und gelangen beim Kastner Lebzeltarium Erlebniswelt zurück in die Kurstadt Bad Leonfelden.

(Achtung: Wanderung ist nicht mehr mit „Lust aufs Wandern Wegweiser“ markiert.)