„Freeriden“ am Dachstein Krippenstein: Gestalter Heli Putz in seinem Element
Klaus Krumboeck
Klaus Krumboeck
österreichbild

Faszination Dachstein

Der Dachstein zieht seit jeher Menschen in seinen Bann. Fassettenreich in den Alpen eingebettet. Markant geformt, erscheint er in allen Himmelsrichtungen anders – aber immer beeindruckend. Die Bewohner am Dachstein haben ihr Leben nach dem Berg ausgerichtet – ein ÖSTERREICH-BILD des ORF Oberösterreich am 11. April, für das Heli Putz sein „alpines Zuhause“ zeigt.

Sendungshinweis:

„Österreich-Bild“, 11.4.21 um 18.25 Uhr in ORF 2

Heli Putz ist Bergführer, Sportveranstalter und als Erstbesteiger vieler Gipfel der Welt bekannt. Am Dachstein porträtiert er jene Menschen, die durch besondere Leistungen aufgefallen sind und im positiven Sinn ihre Spuren hinterlassen haben. Die Dokumentation zeigt besondere Plätze und einzigartige Berglandschaften auf diesem höchsten Berg in Oberösterreich, dessen etwa 3.000 Meter hoher Gipfel – der Hohe Dachstein – mit der Steiermark geteilt wird.

Ein Interview auf 3000 Metern – Heli Putz mit Bergführer Heli Rettensteiner.
Bernd Danklmayr
Ein Interview auf 3000 Metern – Heli Putz mit Bergführer Heli Rettensteiner.

Schon vor Hunderten von Jahren haben Menschen Übergänge gesucht, statt sich durch stark bewaldete Täler über weite Umwege zwischen den Bergen durchschlängeln zu müssen. Vor allem in den Frühjahrsmonaten zeigen sich relativ sichere Routen über den kompakten Schnee der Plateaus.

Hochalmen bis auf 2.000 Meter

Es entstanden Hochalmen, die bis auf 2.000 Meter Seehöhe reichen. Früher schlägerten Holzarbeiter Zirbenbäume, die bis zur Vegetationsgrenze reichten. Der Transport dieses Holzes war allerdings sehr aufwendig und so konnte es Jahre dauern, bis es nach Hallstatt gelangte.

„Freeriden“ am Dachstein Krippenstein: Gestalter Heli Putz in seinem Element
Klaus Krumboeck
„Freeriden“ am Dachstein Krippenstein: Gestalter Heli Putz in seinem Element

Inzwischen dominiert der Tourismus die Wirtschaft am Dachstein. Ein Pionier war der Hallstätter Bergführer Georg Seethaler. Er baute sich 1929 am Fuße des Hohen Dachsteins eine spezielle Biwakschachtel, damit er Gäste auf den Gipfel führen konnte. An Stelle dieser Notunterkunft steht heute eine moderne Hütte mit 22 Betten. Ein Vorreiter des alpinen Tourismus war auch der berühmte Friedrich Simony, der am Dachstein den ersten Touristen-Klettersteig der Alpen bereits im Jahr 1880 bis zum Dachstein-Gipfel errichten ließ. Bis dahin gab es nur Stahlseile als einzige Aufstiegshilfen für Jäger und Hirten. In der jüngeren Vergangenheit hat sich Toni Rosifka einen Namen gemacht, weil er eine verwahrloste Hütte in eine noble Bergunterkunft verwandelt hat.

Bei Touristen und Bergsportlern beliebt

Eine beeindruckende Seilbahn bringt Touristen und Bergsportler über die steirische Südwand direkt zum Gletscher auf 2.700 Meter. Eine weitere Seilbahn im Norden, also in Oberösterreich, führt zu den Dachstein Eishöhlen oder auf den Krippenstein. Hier finden einerseits Skifahrer gut präparierte Pisten vor, andrerseits kommen auch Extremsportler, wie die sogenannten Freerider, im freien Gelände auf ihre Kosten.

Das Filmteam fasziniert von seinem Hauptdarsteller – dem Dachstein..
Heli Putz
Das Filmteam fasziniert von seinem Hauptdarsteller – dem Dachstein

Sie haben dort bereits ihre Erfolgsgeschichten geschrieben. Zu den Extremsportlern zählen auch die Eiskletterer, die im wildromantischen Echerntal in Hallstatt ihr Mekka gefunden haben. Diese besonders schwierigen Routen hat der Kletterer und Höhenbergsteiger Thomas Bubendorfer als Filmkulisse für seinen neuen Kinofilm ausgesucht. Wer diese Dreharbeiten beobachten will, muss selbst schwindelfrei sein.

Unterirdische Höhlenlandschaft

Nur mit viel Bergerfahrung erschließt sich auch mit den Tourenskiern eine Welt, die den meisten Freizeitsportlern verborgen bleibt. Florian Pesendorfer führt Heli Putz damit in eine unterirdische Höhlenlandschaft – hinein in das „Teufelsloch“. Schließlich haben auch die beiden Gosauer Christian Gamsjäger und Christoph Vierthaler ihre Visionen eines Extrem-Abenteuers umgesetzt. Sie sind im Winter die Gosauer Gemeindegrenze ohne Pause abgelaufen oder geklettert. Dafür mussten sie 75 Kilometer zurücklegen: mehr als 8.000 Höhenmeter über exponierte Grate, durch steile Korridore hindurch und über weite Schneelandschaften hinweg. Für diese Nonstop-Tour haben sie 39 Stunden benötigt.

Das ÖSTERERICH-BILD „Faszination Dachstein“ lebt nicht nur von Begegnungen mit Extrem-Sportlern, sondern auch von Originalen, die dieser schroffe Berg nie mehr losgelassen hat. Die überwältigenden Landschaftsimpressionen lassen erahnen warum.

„Faszination Dachstein“ ÖSTERREICH-BILD am Sonntag, 11. April 2021 um 18.25 Uhr in ORF 2.

Eine Produktion des ORF Landesstudios Oberösterreich.