Lust aufs Wandern Spezial Ampflwang
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Lust aufs Wandern Spezial – Ampflwang

„Wandern auf den Spuren des Braunkohlebergbaues“ heißt es bei der „Lust aufs Wandern Spezial“-Ausgabe in Ampflwang. Start ist beim Tourismusbüro.

Vom Tourismusbüro geht es, gleich gegenüber der Kirche, über das Brunnengasserl zum „Trojanischen Pferd“. Wir sehen dort das ehemalige Obertagsgelände der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks Gesellschaft, eine Schautafel gibt Erklärungen zur Funktion der ehemaligen Bergbauanlagen. Heute beherbergt dieses Gelände das Österreichische Eisenbahn- und Bergbaumuseum der ÖGEG – Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte. Man überblickt den Rundlokschuppen samt Drehbühne und bestaunt betriebsbereite Dampflokomotiven sowie historische Schienenfahrzeuge.

Wir biegen rechts ab nach Lukasberg und wandern vorbei an einem der Ampflwanger Pferdehöfe. Oberhalb der rekultivierten letzten Kohleabbaustätte, dem „Tagbau Lukasberg“, halten wir bei einer Schautafel, die den Braunkohlebergbau im Hausruck erläutert und auf die österreichweit letzte untertägige Braunkohleabbaustätte hinweist, die an diesem Ort im Jahr 1995 geschlossen wurde.

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Kurz nach der Schautafel teilt sich am Waldrand der Weg in die Variante „Aussichtsturm Göblberg“ und eine kürzere Variante, ohne den Anstieg zum Aussichtsturm. Entlang des gesamten Weiterweges lässt die unruhige Geländestruktur in den Waldflächen die seinerzeitigen Einwirkungen des untertägigen Bergbaues auf die Erdoberfläche erkennen.

Der Aussichtsturm wurde im Jahr 2006 als Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Ampflwang und Frankenburg auf der höchsten Erhebung des Hausruckwaldes, dem Göblberg mit 801 m Seehöhe, errichtet und bietet von seiner 35 Meter hohen Plattform einen fantastischen Rundblick nach allen Himmelsrichtungen. Eine weitere Schautafel am Fuß des Aussichtsturmes erläutert die Geologie des Hausruckrückens.

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Vom Göblberg führt der Weg hinunter zum „Aldiana Club Ampflwang“ Wir wandern durch das Freizeitgelände der Clubanlage, vorbei an den großzügigen Reitanlagen und weiter über einen weitläufigen Wiesenrücken unterhalb der Ortschaft Vorderschlagen.

Wieder am Waldrand angekommen, informiert eine weitere Schautafel zur Geschichte von Ampflwang mit Erläuterungen zur Zeit der „Pöschlianer“. Entlang der ehemaligen „Tegelhalde“, einer heute bewaldeten Abraumhalde aus der Begbauzeit, passieren wir den Bogenparcours der Freizeitanlage Hausruckpark. Nach der Halde queren wir eine Unterführung unter der ehemaligen Schmalspur-Kohlebahn, auf der die Kohle aus dem Grubenbetrieb Hinterschlagen zum Brecher Buchleiten transportiert wurde (letzte Schautafel entlang des Weges mit Informationen dazu).

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Schließlich wandern wir auf dem Forstweg Buchleiten bis zum Kohlebrecher Buchleiten, der letzten erhaltenen Anlage dieser Art in Österreich. Genießen Sie bei einer Rast im Industrie|Kultur|Park Brecher Buchleiten die wunderschöne Außenanlage um den Brecher. Besichtigen können Sie auch die historische Kohlebrecheranlage sowie die Dauerausstellung des Oberösterreichischen Bergbauarchives zur Bergbaugeschichte (jeweils gegen Voranmeldung über das Marktgemeindeamt Ampflwang). Vom Brecher sind Sie in wenigen Minuten wieder an Ihrem Ausgangspunkt, beim Tourismusbüro im Ortszentrum.

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(Achtung: Wanderung ist nicht mehr mit „Lust aufs Wandern Wegweiser“ markiert.)