Wie man den Sichtschutz richtig pflanzt: Hecken
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Wie man den Sichtschutz richtig pflanzt

Der milde November macht es möglich: Jetzt kann man immer noch Bäume, Sträucher und auch Hecken pflanzen. Der Boden ist noch nicht gefroren und der Zeitpunkt ist jetzt ideal. Wir stellen verschiedene Heckenpflanzen vor.

Sendungshinweis:

Isabella Minniberger, Mein Gartenglück, Do, 12:10h

Sie sind die grünen Wände im Garten, sie bilden einen Sichtschutz vor neugierigen Blicken oder sie dienen zu Begrenzung des eigenen Grundstücks. Der Begriff Hecke kommt vom Althochdeutschen Wort hegga – also einhegen, umzäunen und auch das englische Wort „hedge“ erinnert daran.

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Unterschiedlich einsetzen

Hecken kann man ganz unterschiedlich einsetzen, sagt Veronika Stöckl von der gleichnamigen Baumschule in Zell an der Pram: „Man kann Hecken gut als Raumteiler einsetzen. Sie sind auch ideal, wenn man den Komposthaufen oder den Komposthaufen oder den Gemüsegarten ein bisschen vom anderen Gartenbereich abtrennen möchte.

Es muss nicht immer eine zwei Meter hohe Hecke sein, auch niedrigere Hecken von nur einem Meter Höhe können als Gestaltungsmittel gut eingesetzt werden. So schaffen Hecken Nischen und Gartenräume.“

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Trends bei den grünen Wänden

Ein Blick in neuangelegte Gärten in Oberösterreich zeigt, dass derzeit Kirschlorbeerhecken besonders im Trend liegen. Das bestätigt auch die Expertin.

Kirschlorbeer ist immergrün, die Blätter glänzen dunkelgrün. Der giftige Kirschlorbeer hat aber auch Nachteile, denn er ist schwer kompostierbar. Den Heckenschnitt soll man nicht wild entsorgen.

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Es gibt aber auch Alternativen: Rotkehlchen, Zaunkönige und Meisen freuen sich sicher besonders über heimische Gehölzen. Dort finden Vögel ideale Nistplätze und meist mehr Insekten. „Immergrünen Hecken wie Eibe oder Kirschlorbeer sind sehr gefragt.

Thujen werden aber auch noch gepflanzt. Viele Gartengestalter entscheiden sich auch für eine Laubhecke. Rotbuchen und Hainbuchen sind sehr gut geeignet für eine schöne Abgrenzung zum Nachbarn, sie sind frostsicher und Buchenhecken behalten teilweise ihre braunen Blätter auch im Winter und bilden somit auch einen Sichtschutz.“

Buchsbaum kaum gefragt

Buchshecken hingegen werden nur mehr ganz selten zur Beeteinfassung gepflanzt. Hobbygärtner trauen sich aufgrund des Buchsbaumzünslers oder des auftretenden Buchsbaumpilzes kaum mehr, ihn neu zu pflanzen.

Dafür stehen die Liguster und Eibenhecken hoch im Kurs: „Liguster benötigt einen kalkhaltigen Dünger, damit er gesund bleibt. Er ist sehr robust und trockenheitsverträglich, was angesichts der immer heißer werdenden Sommer ein großer Vorteil ist. Sie vertragen Sonne und Halbschatten, nur in extremen Schattenlagen neigen Ligusterhecken zum Verkahlen.“

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Hecken als Schutz vor ungebetenen Gästen

Und dann gibt es auch noch die stacheligen Berberitzenhecken: „Das muss man mögen, denn man kommt beim Schneiden mit den Stacheln in Berührung. Zum Schutz des Eigentums sind sie gut geeignet und auch, um gefährliche Stiegen und Böschungen abzusichern.“

Falls in den nächsten Wochen viel Schnee fallen wird, sollte man Nadelhecken von der Schneelast befreien, um bei Thujen und Eiben einen Nadelbruch zu vermeiden. Hecken sind also hervorragende Raumteiler und schaffen eine ideale Abgrenzung im Garten. Ein naturnaher Garten verträgt sicher auch einige – wie oben erwähnte – Kirschlorbeersträucher.

Kleinstlebewesen und Vögeln Nahrung bieten

Wer möglichst viele verschiedene heimische Sträucher pflanzt, bietet Kleinstlebewsen und Vögeln Nahrung und Nistmöglichkeiten. Unterschiedliche Blühzeiten bei den Sträuchern im Garten sorgen für Abwechslung und erfreuen das Auge.

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Wer jetzt Hecken pflanzt, sollte sie jedenfalls gut einwässern, auch im Winter an frostfreien Tagen immer wieder gießen und mit Kompost düngen. Die Erde wird zum Abschluss auch gemulcht, damit die Hecke gut geschützt anwachsen kann. Alle unverzweigten Zweige gehören gleich um die Hälfte gekürzt, denn so wird die Hecke schnell dicht und treibt im Frühling kräftig durch.