Die unterschätzte Gefahr des Blackouts

Plötzlich ist der Strom weg und erst dann merkt man, wie sehr man eigentlich auf die fließende Energie angewiesen ist. Gerade bei Hitze ist das Stromnetz gefordert. Das Blackout sei eine Gefahr, die in der Bevölkerung unterschätzt wird.

Der oberösterreichische Zivilschutzverband will keine Panik machen, aber sensibilisieren. Eine neue Umfrage des Marktforschungsinstitutes Spectra zeigt, dass das nötig sei. Das Linzer Institut fragte bei knapp 1.100 Österreichern über 15 Jahren das Krisenbewusstsein ab.

Kaum Sorge um Stormausfall

Während Hochwasser, Überschwemmungen und Gewitter mit großer Zerstörungskraft ganz oben stehen, ist der Stromausfall in den Köpfen weniger präsent, so Wolfgang Bruckmüller, vom Linzer Marktforschungsinstitut Spektra.

Wasserhahn
ORF.at/Dominique Hammer
Besonders Leitungswasser sei für die Befragten selbstverständlich

Demnach würden lediglich 17 Prozent annehmen, dass ein großflächiger Stromausfall von sechs Stunden eintreten könnte. Nur sechs Prozent der Befragten fürchten sich davor, dass der Strom über mehrere Tage ausfallen könnte.

Der Zivilschutzverband arbeitet daran, dass die Oberösterreicher für den Fall des Falles gerüstet sind, so Michael Hammer, Präsident des oberösterreichischen Zivilschutzverbandes: „Die gröbste Fehleinschätzung ist, dass das Leitungswasser nicht dauerhaft bzw. über mehrere Tage ausfallen könnte. In Wirklichkeit bricht die Versorgung schnell zusammen.“

Ausrüstung für den Notfall

Zur Notfallausstattung zählen unter anderem Trinkwasser und Lebensmittel für eine Woche für die ganze Familie, ein Radio, das mit Batterien oder einer Kurbel angetrieben werden kann, um Informationen zu bekommen, Medikamente sowie eine Notfallkochstelle und eine Lichtquelle.

Absprache mit Familie

Man sollte auch daran denken, dass Telefone und andere Kommunikationsmittel von einer Sekunde auf die andere nicht mehr funktionieren können. Josef Lindner, Geschäftsführer des Zivilschutzverbands rät, mit der Familie abzusprechen, wie man sich bei einem Notfall absichert. Laut Umfrageergebnis haben sich bisher 18 Prozent der Oberösterreicher intensiv mit dem Selbstschutz in Krisenzeiten auseinander gesetzt.

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