Die Landldom-Wanderung in Kallham

Unter dem Motto „Von Anhöh zu Anhöh“ wanderten am Sonntag rund 4.000 Wanderlustige um 10.00 Uhr bei der Stocksporthalle in Kallham los. Musikalischer Stargast bei der Mittagsrast in Niederleithen war die Gruppe Zwirn.

Gestärkt ging es gleich los: Die große Wanderfamilie wurde am Sonntagvormittag mit einer Jause empfangen. Dass sich die Sonne zu Beginn noch zierte, schreckte 4.000 Wanderlustigen nicht ab. Gut gelaunt machte man sich gemeinsam um 10.00 Uhr auf den Weg.

Nach zwei Stunden wartete schon der nächste Höhepunkt bei der Mittagsrast in Niederleithen: Die Schlagergruppe Zwirn lieferte ihre besten Hits, während die Wanderer die Pause für eine Stärkung nutzten und ihre Beine ausruhten.

Sterne im Lentos

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Begleitet und moderiert wurde der Wandertag von Wolfgang Hüttner

Streckenbeschreibung

Tipp

8.00 Uhr: Gottesdienst für Wanderer, anschließend Beginn der Wanderung

Der Start unserer 19 Kilometer langen und etwa vierstündigen Wanderung erfolgt bei der Stockschützenhalle direkt an der B 137. Wir gehen Richtung Südosten entlang des Ziehbaches in der Ortschaft Aspeth bis zur Unterführung, um dann nach dem Kirchensteig den „Landl-Dom“, die Pfarrkirche Kallham, zu umrunden. Die Pfarrkirche ist der Stolz der Gemeinde und durch ihre Größe und Prunk weitum bekannt. 1713 – 1720 von Domkapitelbaumeister zu Passau, Jakob Pawanger erbaut, ist sie der Maria Himmelfahrt geweiht.

Wanderung Kallham

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Weiter geht es Richtung Kallhamerdorf. Ein alter Hohlweg führt in den Voglauwald, der durchquert wird, um in die alte Ortschaft Wachling zu gelangen. Von hier aus wandern wir auf einem Stück der alten „Weinstraße“, die bereits zur Römerzeit benutzt wurde, Richtung Westen nach Pehring und weiter nach Güttling.

Die Route führt von Güttling weiter zum höchsten Punkt Kallhams (463 m über dem Meeresspiegel), nach Puchet. Von hier aus sieht man bei Schönwetter weit ins Salzkammergut, ins Innviertel, in den Donauraum, ins Mühlviertel sowie bis Grieskirchen. Dieser Bergrücken bildet auch die Wasserscheide zwischen dem Hausruckviertel mit der Aschach sowie Trattnach und dem Innviertel mit der Pram. Hier war in unmittelbarer Nähe auch die österreich-bayrische Grenze. Das Innviertel ging 1779 an Österreich.

Vom einstigen Wasserschloss ist nichts mehr vorhanden. Lediglich ein Erdkeller unterhalb der Schlossmauern dürfte zum Schloss gehört haben.

Wir wandern weiter auf dem Güterweg Itzling bis zur Unterführung Richtung Erlach. Das Schloss Erlach, das bereits 1370 urkundliche Erwähnung fand, war ursprünglich im Besitz des Geschlechtes der Schaunberger, um im 16. Jhdt. an die Starhemberger durch Erbschaft überzugehen. Diese verkauften es 1581 an die Jörger, ab 1638 war es im Besitz des Adelsgeschlechts Weißenwolf (daher der Wolf im Gemeindewappen Kallham). Im Spanischen Erbfolgekrieg war das Schloss Erlach ein vielumkämpftes wehrhaftes Objekt. Zeugnis davon gibt das Denkmal in Schildorf.

Wir wandern weiter nach Obersameting. Hier kann man auf der Anhöhe des Itzlinger Waldes bereits das Kimplinger Kircherl erspähen, das, je näher wir der Ortschaft Kimpling über Holzleithen kommen, als Wegweiser zur Mittagsrast dient. Natürlich kann es auch besichtigt werden. Am Betriebsgelände der Firma Perndorfer Maschinenbau nehmen wir, nach etwa 2,5 Stunden Gehzeit, die Mittagsrast ein.

Wanderung Kallham

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Die vorletzte Etappe führt von Niederleithen über Flenkengrub nach Hof. Weiter geht’s von Hof durch Untersameting auf den Sametinger Berg, hier bietet die Aussicht einen wunderbaren Überblich über das Zentrum und die Pfarrkirche Kallham, südwärts präsentiert das Panorama nochmals die Bergwelt der Alpen und des Salzkammergutes. Die letzten Meter führen durch die Ortschaft Aspeth zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

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