Sommerakademie: „Gärten in der Wüste“

Die Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt steht bei der 19. ökumenischen Sommerakademie im Mittelpunkt. Anlass für das Thema „Gärten in der Wüste“ war die OÖ Landesgartenschau, die heuer auch in Kremsmünster stattfindet.

Ökumenische Sommerakademie

12. bis 14. Juli 2017, im Kaisersaal des Stifts Kremsmünster
Anmeldung an der Katholischen Privat-Universität Linz, Telefon +43 (0)732 784293 oder per E-Mail: sommerakademie@ku-linz.at

Die 19. Ökumenische Sommerakademie widmet sich vom 12. bis 14. Juli im Stift Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf an der Krems) einerseits der religiösen Symbolik des Gartens und andererseits aktuellen ökologischen Fragen der globalen wirtschaftlichen Entwicklung aus theologischer und ethischer Sicht. „Gärten in der Wüste - Schöpfungsverantwortung zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ ist der Titel der Veranstaltung. Die OÖ Landesgartenschau war nicht nur Impulsgeber für das Thema, sondern ist auch in das Programm eingebunden.

Festsaal Stift Kremsmünster

KU

18. Ökumenische Sommerakademie

Bedeutung von Gärten in Religionen

Gärten haben in praktisch allen Religionen ihre besondere Bedeutung. Der Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland Hans Diefenbacher aus Heidelberg referiert gleich zu Beginn der Sommerakademie über den Stellenwert der Wirtschaft und die Zukunft der Menschheit.

Die Sehnsucht nach der Welt der Gärten im Islam thematisiert Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Ursula Fatima Kowanda-Yassin.

Landesgartenschau 2017 in Kremsmünster

ORF

Landesgartenschau im Frühling

Klimaforscherin Kromp-Kolb

Die Wiener Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb wird die Dramatik der Entwicklung beleuchten. Elisabeth Birnbaum, die künftige Direktorin des Österreichischen Katholischen Bibelwerks, schildert die Natursicht des Alten Testaments im Zwiespalt zwischen Sehnsucht und Bedrohung. Der Moraltheologe Michael Rosenberger behandelt die spirituellen Aspekte der Umweltentwicklung zwischen Angst und Hoffnung.

Klimaschutz, nachhaltiger Konsum und Ökologische Ökonomik (ein Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre, Anm.) gehören zu den Forschungsschwerpunkten von Niko Paech, der als führender Vertreter der „Postwachstumsökonomie“ gilt. Er kommt am Freitag zu Wort: „Nachhaltigkeit ohne Greenwashing“

Diskussionen zum Thema

Mittwoch und Donnerstag sind Diskussionsrunden eingeplant, „als Auflockerung und wertvolle Ergänzung des Programms“, so die Veranstalter. In der Podiumsdiskussion am Donnerstag sind Erfahrungen ökologischer Aufbrüche Thema. Auf dem Podium sitzen:

  • Margit Mayr-Lamm, Biobäuerin, Allhaming
  • Heinz Hödl, Geschäftsführer der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission
  • Christoph Wiesmayr, Koordinator für „Urban Gardening“ im Klimabündnis
  • Josef Heringer, Landschaftsökologe, ehem. Leiter der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen

Für die Tagungsteilnehmer findet am Donnerstagnachmittag auch eine Sonderführung durch den „Klima-Erlebnis-Weg“ der Landesgartenschau mit Michael Rosenberger statt, der auch Umweltsprecher der Diözese ist.

Die Ökumenische Sommerakademie ist eine Veranstaltung der Katholische Privat-Universität (KU) Linz, des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, des Evangelischen Bildungswerks Oberösterreich, der Kirchenzeitung der Diözese Linz, des Stiftes Kremsmünster, der Religionsabteilungen des ORF in Fernsehen und Hörfunk und des Landes Oberösterreich. Der ORF Oberösterreich ist Medienpartner.

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