Sat-TV: Tipps für den guten Empfang

Schon ein kleines technisches Gebrechen kann beim digitalen Satellitenempfang einen Bildausfall bewirken. Mit ein paar Tricks kann man aber der Technik oft wieder auf die Sprünge helfen.

Wer die ORF-Programme via digitalen Satellit empfängt, sollte normalerweise keine Empfangsprobleme haben. Obwohl die digitale Technik viele Vorteile wie klare Bild-und Tonqualität bietet, so hat sie auch den Nachteil, dass kleine Ursachen den Fernsehgenuss völlig verhindern können.

Vielleicht passiert es ausgerechnet bei der Lieblingssendung: Der Satellitenempfänger scheint den Geist aufzugeben. Bildruckeln, Mosaike oder gar ein Totalausfall trüben den Fernsehabend und niemand ist in der Nähe, der schnell helfen könnte. Dabei wirken manchmal einfache Handgriffe Wunder.

Tipps zur Selbsthilfe

Versuchen sie zunächst vorsichtig den Netzstecker Ihres Satellitenreceivers zu ziehen! Nach etwa 15 Sekunden stecken sie den Netzstecker wieder ein. Denn, manchmal bleiben digitale Satboxen wochenlang eingeschaltet. Diese Boxen sind Computer, die auch gelegentlich abstürzen können. Ein Neustart behebt mitunter das Problem.

Wenn der Satelittenempfänger plötzlich keine ORF-Programme mehr entschlüsselt, kann es manchmal genügen, die Karte kurz heraus zu ziehen und erneut hinein zu schieben. Durch ständige Wärmeentwicklung kann sich die Karte minimal von den Lesekontakten bewegen.

Wer ein Zweitgerät - etwa im Wochenendhaus - lange nicht benützt, sollte den Empfänger mindesten eine halbe Stunde auf ein ORF-Programm einstellen, bis die Karte die Sendungen wieder entschlüsselt.

Extremer Regen oder starker Schneefall können vorrübergehend den Empfang stören. Extreme Stürme können die Satellitenschüssel allerdings so verdrehen, dass der Empfang einiger Programme sogar unmöglich wird. In diesem Fall sollte man unbedingt einen Kommunikationselektroniker, früher Fernsehtechniker genannt, rufen.

Auch inzwischen höher gewordenen Bäume, können die ehemals freie Sicht der Schüssel zum Satellit verstellen.

Müde und damit brüchig gewordenen Antennenkabel, oder defekte Verbindungskabel sind immer wieder Ursache einer Störung, was ein Experte aber sehr rasch herausfindet.

Wer sich mit dem Gedanken trägt einen neuen Satellitreceiver oder gleich eine ganze Anlage zu kaufen, sollte bei Billigstangeboten oder Importgeräten etwa aus Deutschland vorsichtig sein. Abgesehen von komplizierten Einstellmenüs und schwer zu durchschauende Bedienungskonzepten sind einige Geräte für den österreichischen Markt völlig ungeeignet, obwohl der ORF alle technischen Standards genau einhält.

Es gibt sogar Geräte, die mit der täglichen Lokalschaltung überfordert sind, was bedeutet, dass man „Oberösterreich heute“ damit gar nicht sehen kann. Viele Fachhändler führen solche Geräte deshalb nicht, um ihre Kunden nicht zu verärgern.

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