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DI | 09.02.2010
Symbolfoto Bauwirtschaft (Bild: ORF/rubra)
CHRONIK
Streit um geplante Brücke über die Salzach
Für immer mehr Aufregung sorgen im Grenzgebiet zwischen Oberösterreich, Salzburg und Bayern die Pläne, in einem Naturschutzgebiet eine neue Brücke über die Salzach zu errichten.
Zwischen St. Pantaleon und Fridolfing
750 Meter lang, 15 Meter breit und bis zu zehn Meter hoch - das sind die Ausmaße der Salzachbrücke, die zwischen den Gemeinden St. Pantaleon in Oberösterreich und Fridolfing in Bayern gebaut werden soll - mitten im Naturschutzgebiet.

Auf bayrischer Seite wächst jedoch der Widerstand. Insgesamt 360 Mitglieder gehören der Bürgerinitiative "Vernunft statt Salzachbrücke" mittlerweile an. Deren Sprecher, Josef Frech aus Fridolfing, meint, dass die Brücke gar nicht benötigt würde.
Die Gegner wollen den Bau der Brücke um jeden Preis verhindern.
Keine Alternative
Lokalpolitiker und Wirtschaftstreibende auf österreichischer Seite befürworten das Projekt, wie etwa der Bürgermeister von Ostermiething, Gerhard Holzner, und der Baumeister Johann Stampfl aus St. Pantaleon.

"Die Stimmung ist durchaus positiv. Wir müssen diese Region stärken und haben daher keine wirkliche Alternative zu dieser Brücke." so Holzner.

Kosten: 35 Millionen Euro
Die Finanzierung der 35 Millionen Euro teuren Brücke sei gesichert, heißt es aus der Politik. 20 Millionen Euro zahle Bayern, den Rest Oberösterreich.

Bau neben Kohlekraftwerk
Die neue Brücke über die Salzach soll gleich neben dem Kohlekraftwerk in Riedersbach gebaut werden. Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2012, in fünf Jahren soll die neue Brücke über die Salzach fertig sein, die Gegner hoffen jedoch, sie aus Naturschutzgründen noch verhindern zu können.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
Brücke als Entlastung für Salzburg?
fairkehr, vor 92 Tagen, 8 Stunden, 26 Minuten
Wie sehr neue Straßen/Brücken bestehende Verkehrsadern entlasten, können wir ganz gut bei vergangenen Bauprojekten sehen. In den letzten Jahrzehnten wurden viele Milliarden in den Bau von (Entlastungs) Straßen investiert. Die Folge, allein seit 20 Jahren hat sich der CO² Ausstoß im Straßenverkehr verdoppelt. Nimmt man an, dass die Motoren effizienter geworden sind, so dürften sich die gefahrenen Kilometer mehr als verdoppelt haben. Die Wirtschaft hat sich seit dieser Zeit nicht verdoppelt, d.h. unser Wirtschaftssystem wird immer dümmer und braucht immer mehr Fahrkilometer. "Wer es nicht im Kopf hat, muss es in den Beinen haben". Davon abgesehen sind die Löhne und die Lebenszufriedenheit wohl auch nicht doppelt angestiegen. Interessant ist, dass seit 20 Jahren beim Großteil der Bevölkerung die Reallöhne sinken, trotz Verdoppelung des Verkehrs. Warum? Interessant finde ich weiters, dass wir einfach so Milliarden für den Bau von Straßen - und die Rettung von Banken - ausgeben, sollen allerdings unsere wirklichen LeistungsträgerInnen (Menschen in Sozialberufen) höhere Löhne erhalten, dann fehlt es meist an Geld. Mein Vorschlag, die 35 Mio. Euro gehören Menschen die direkt mit Menschen arbeiten, das sind KindergärtnerInnen, Kranken- und AltenpflegerInnen, VolksschullehrerInnen, Sozialarbeiter,... das schafft Arbeit für Menschen...
Brücke als Entlastung für Salzburg?
fairkehr, vor 92 Tagen, 8 Stunden, 20 Minuten
... und nicht für Maschinen.

Zudem hat das Auto und die Straße nur wenig mit hoher Mobilität zu tun.
"Beeinflusst das (Straßen-) Angebot mein (Mobilitäts-) Verhalten?" Ich glaube Ja.

Dazu ein interessanter Internetvortrag eines Verkehrsökologen: http://www.slideshare.net/momocat/martin-andersen-nexoe-20080923-presentation

Erik Schnaitl
www.fairkehr.net
Brücke als Entlastung für Salzburg?
fairkehr, vor 92 Tagen, 8 Stunden, 19 Minuten
... und nicht für Maschinen.

Zudem hat das Auto und die Straße nur wenig mit hoher Mobilität zu tun.
"Beeinflusst das (Straßen-) Angebot mein (Mobilitäts-) Verhalten?" Ich glaube Ja.

Dazu ein interessanter Internetvortrag eines Verkehrsökologen: http://www.slideshare.net/momocat/martin-andersen-nexoe-20080923-presentation

Erik Schnaitl
www.fairkehr.net
Naturschutzgebiet??
oddili, vor 92 Tagen, 12 Stunden, 19 Minuten
Wo denn , die Maisfelder vielleicht?? Wozu denn EU, wenn die Grenze nicht durchlässig ist. Wo ist das Regionen - Denken. Eine Achse Trostberg Altenmarkt Bürmoos Lamprechtshausen unter Umgehung der Laufener Brücke und dem Tittmoninger Winkelwerk ist schon attraktiv. Zwischen der B1 in Sbg und der St2357 bei Burghausen gibt es auf 50 km keine für Frachtverkehr ausreichende Brücke. Freilassing Bergheim ist ja auch überfälig
Stimmt punktgenau @oddili!
grauepantherin, vor 92 Tagen, 11 Stunden, 57 Minuten
Wie es eben keine leistungsfähige Brücke zwischen der B1 und bei Burghausen gibt, muss das Stadtgebiet Salzburg und die A1 sämtlichen Schwerverkehr in dieser Region seit Jahrzehnten schlucken, ist das nun gerecht?
Wohnen in og.Region nicht auch Menschen, die es gerne ein bisschen ruhiger hätten?
Also Schluss mit dem Kleingeist hüben und drüben, mehr offenheit und Verständnis für Lösungen im Sinne der EuRegio!
Nachtrag: Entlastungsbrücke zwischen Bergheim und Freilassing...
grauepantherin, vor 92 Tagen, 11 Stunden, 52 Minuten
wäre genauso wie vorgenannt ein Gebot der Stunde, damit für die Stadt Salzburg endlich eine Entlastung einkehrt.
Bislang müssen sämtliche LKW-Züge vom Industrie- und Gewerbegebiet Bergheim-Lengfelden über die Autobahn-Nord in Richtung Freilassing fahren, um von dort in die weitere Region Oberbayerns zu gelangen. Ein Riesenumweg.
Werte grauepantherin,...
hüterin, vor 92 Tagen, 10 Stunden, 30 Minuten
... EuRegio gegen Natura2000-Netz der EU? Es geht hier um die Grundfrage, wie viel Natur wir dem Verkehr noch opfern wollen. Ich kenne die Situation vor Ort leider nicht, und Ihre Argumentation, betreffend die gerechtere Verteilung der Verkehrsbelastung, klingt schon schlüssig für mich.

Aber die Argumentation der Brückengegner hat auch viel für sich, hier sehr schön dargelegt:

http://tinyurl.com/y9yapw6

Das Projekt, das ein FFH (Fauna Flora Habitat)-Schutzgebiet, Teil des Natura2000-Netzes der EU betrifft, verstößt gegen EU-Recht!

Sicher könnte man jetzt argumentieren, den Naturschützern seien die Tiere wichtiger als die Menschen. Aber ist Naturschutz nicht immer auch gleich Menschenschutz? Wir sind Teil der Natur, und wenn einmal das letzte intakte Stückl Grün zerstört ist, nützen uns auch alle Arbeitsplätze, Straßen, Brücken und transportierte Waren nichts mehr...
@hüterin
mischnimpossible, vor 92 Tagen, 9 Stunden, 26 Minuten
Ich kenn mich zwar nicht aus und weiß nix aber bla, bla, bla,...
mischnimpossible
hüterin, vor 92 Tagen, 9 Stunden, 25 Minuten
Ja da kann ich Dir leider auch nicht weiterhelfen, Du Ärmster! ;-)
Genau...
desertbyte011, vor 92 Tagen, 12 Stunden, 28 Minuten
Bauen wir keine Salzachbrücke, bauen wir keine Umfahrungen mehr und diese schädlichen Wasserkraftwerke - die bauen wir auch nicht mehr!

Ist auch einfach, immer gegen alles zu sein!
elfenfee91, vor 92 Tagen, 6 Stunden, 24 Minuten
Was bitte bringt dir das, wenn das alles gebaut wird?
Jetzt
2008bertl, vor 92 Tagen, 12 Stunden, 32 Minuten
Wird sich wieder aufgeregt dan Kostet es wieder mehr und daun wirds sowiso gebaut!
Wenn die LKW's sinnlose weiräumige Umwege zur nächsten Salzachbrücke...
grauepantherin, vor 92 Tagen, 13 Stunden, 18 Minuten
fahren müssen, ist das etwa keine Umweltbelastung????
Jetzt wäre eine sonnvolle Salzachbrücken-Lösung zwischen Fridolfing und Riedersbach in greifbarer Nähe, jetzt rennen die Gegner wieder Sturm. Gibt es keine Brücke, ist nicht recht und wird gejammert, nun soll eine Brücke kommen und auch wieder nicht recht. Eine verkehrte Welt der regionalen Kleingeister und Kirchturmaktivisten.
Gottseidank sind die Grenzbalken zwischen Bayer und Salzburg/OÖ nach langer Trennung dank Schengen gefallen und jetzt heisst es wieder zusammenwachsen im Rahmen der Euregio.
Dazu gehören auch die Brücken über die Saalach, Salzach und Inn!!!
Tippfehler-Korrektur: Wenn die LKW's sinnlose weiträumige Umwege....
grauepantherin, vor 92 Tagen, 13 Stunden, 11 Minuten
zur nächsten Salzachbrücke fahren müssen, ist das etwa keine Umweltbelastung???
Gottseidank sind Grenzbalken zwischen Bayern und Salzburg/OÖ nach sehr langer Trennung dank EU und Schengen wieder gefallen......
weiss nicht was vernünftiger ist
tuttoaposto, vor 92 Tagen, 14 Stunden, 57 Minuten
viele kilometer umweg fahren = zusätzlicher Kraftstoffverbrauch = oder abgekürzte Strecke fahren, und die Belastung gleichmäßg auf die Anwohner aufteilen. Damit nicht ein Teil die ganze Belastung haben und andere gar keine. (Die wehren sich natürlich)
an alle "obergscheidn" hier
freeman86, vor 92 Tagen, 15 Stunden, 14 Minuten
jeder spricht hier von transithölle massenhaft lärm und schadstoffen. soll mir doch bitte mal einer erklären woher das alles kommt? die bücke ist von einer transitroute weit entfernt... schaltet mal euer hirn ein anstatt immer alles nachzuäffen und ich wette die meisten, die sich hier im forum aufregen wohnen nicht einmal in der nähe der brücke...
bin deiner meinung
iamnotamused, vor 92 Tagen, 14 Stunden, 20 Minuten
bei uns haben sich auch ein paar neben die durchzugsstraße gebaut obwohl ihnen jeder davon abgeraten hat und jetzt machens auch auf "bürgerinitiative" (und sich selbst im ort lächerlich)
lpino, vor 92 Tagen, 14 Stunden, 19 Minuten
Das ist nicht korrekt.
Es gibt zunehemend mehr Transitverkehr, der ab Landshut auf Nebenstraßen ausweicht. Und von dort bis Salzburg ist es die beste Strecke über Burghausen oder Tittmoning oder eben die neu zu erbauende Brücke bei Fridolfing.
Der böse Transitverkehr
rohestoerung, vor 92 Tagen, 12 Stunden, 36 Minuten
besteht zum größten Teil aus Lieferanten von Wacker-Chemie, AMAG und KTM. Diese Firmen dicht machen und die LKW sind weg. Die Arbeitslosen können dann die seltenen Vögel bewachen.
Richtig @rohestoerung, so kann man es auch sehen
grauepantherin, vor 92 Tagen, 11 Stunden, 45 Minuten
Weg mit dem Firmen und ihren LKW's, dafür jede Menge Arbeitslose in dieser Region.
Ob die Brückengegner und selbsternannten Naturschützern den ev.Arbeitslosen neue Jobs verschaffen können? Schwer vorstellbar.
Keine Brücke.
lpino, vor 92 Tagen, 16 Stunden, 4 Minuten
Salzachbrücken südlich gibt es bei Laufen/Oberndorf (in 12 km) und nördlich bei Tittmoning (in 8 km).

Profit wird es einzig während der Bauphase geben, danach nur noch Osteuropäische Billig-LKW, die über München nach Österreich/Osteuropa wollen ohne die Autobahnmaut zu bezahlen.

Für so einen Quatsch soll man nicht das Naturschutzgebiet opfern.
@lpino, kennen Sie die Salzachbrücke in Laufen?
grauepantherin, vor 92 Tagen, 13 Stunden, 26 Minuten
Bekanntermassen ist Salzachbrücke in Laufen eine schmale, historische Brücke aus der K&K Ära. Sie wurde in den vergangenen Jahren mit hohem Aufwand saniert und denke, dass sie für den grenzüberschreitenden Schwerverkehr geeignet ist (Tonnage Beschränkung), da auch schmal. Also fällt dafür so ziemlich flach.
Bleibt also lediglich die nördlicher befindliche Salzachbrücke von Tittmoning.
Es gibt im Grenzraum Bayern und Salzburg meiner Meinung zuwenig Saalach/Salzachbrücken.
Abgesehen von der Autobahnbrücke nach dem Walserberg, dann die Saalachbrücke nach Freilassing, weiters Oberndorf, dann erst wieder Tittmoning.
Abgesehen davon, sind die meisten dieser genannten Brücken nur begrenzt für den überregionalen Schwerverkehr geeignet.
Alle wollen beliefert werden, aber die Belastung Schwerverkehr sollen halt wieder nur ein paar Ortschaften schlucken.
Das nennt man in im Klartext:
Kirchturmpolitik - die andern schon, aber selber lasst's bittschön in Ruah'!!! Son kommen wir nicht weiter....
Tirppfehler_Korrektur: Salzachbrücke Oberndorf/Laufen
grauepantherin, vor 92 Tagen, 13 Stunden, 7 Minuten
Sie wurde in den vergangenen Jahren mit hohem Aufwand saniert und ich denke, dass sie dass sie für den grenzüberschreitenden Schwerverkehr durch eine Tonnagebeschänkung nicht geeignet ist....
Korrektur von der Tippfehler-Korrektur.....
grauepantherin, vor 92 Tagen, 13 Stunden, 5 Minuten
hüterin, vor 92 Tagen, 16 Stunden, 16 Minuten
Hier mehr zum Thema:

www.vernunft-statt-salzachbruecke.eu/

Es geht offenbar um das Naturschutzgebiet Salzachau.
Ha! ;-)
hüterin, vor 92 Tagen, 16 Stunden, 6 Minuten
Ich bin nicht ortskundig, aber sollte das Natura 2000-Gebiet Salzachau bei Anthering betroffen sein, bringt das Vorkommen eines kleinen, gefährdeten Vogels das Brückenprojekt vielleicht zu Fall:

http://tinyurl.com/yc3aobn

Die Au ist Braunkehlchen-Habitat.
hüterin, vor 92 Tagen, 15 Stunden, 42 Minuten
Ups, das ist wohl wo anders.
Aber irgendein geschütztes Vögelchen wird wohl auch im durch die Brücke betroffenen Naturschutzgebiet zu finden sein. ;-)
hüterin, vor 92 Tagen, 15 Stunden, 25 Minuten
Ein bisschen off topic, aber vielleicht interessierts manche:

Bauern, die ihre Wiesen bzw. Hutweiden "Braunkehlchen-gerecht" herrichten und bewirtschaften, erhalten in OÖ Prämien:

http://tinyurl.com/yhzqyky
hüterin, vor 92 Tagen, 15 Stunden, 16 Minuten
Und hier noch ein kleiner Überblick über einige Tier- und Pflanzenarten, deren Lebensraum und Wanderrouten durch die geplante Brücke beeinträchtigt würden:

Fischotter, Äskulapnatter, Luchs, Wiedehopf, Wimperfledermaus, Helm-Knabenkraut.
die werden einfach alle umgesiedelt
traumfrauausmarzipan, vor 92 Tagen, 15 Stunden
und aus :-)
traumfrauausmarzipan
hüterin, vor 92 Tagen, 10 Stunden, 28 Minuten
Das geht auf keinen Fall.
Wie tät da die Wimperfledermaus nur mit den Wimpern klimpern! ;-))
Der Ökonomisierung alles unterordnen …. ?
tille48, vor 92 Tagen, 16 Stunden, 35 Minuten
Und was haben die Bürger von einer derartigen Lösung?
Außer Massentransit, Lärm und Dreck wohl überhaupt nichts. Diese Steuermittel wären besser in die Stärkung der Infrastruktur zB. Bahnnetz und Verbindungen eingesetzt.
Wenn dieses Gebiet „Naturschutzgebiet“ ist, dann sollte auf breitester Basis diskutiert werden, welcher Gründe es bedarf, um diese Gesetzesauflagen zu umgehen. Es kann nicht alles in unserem Leben der Ökonomisierung untergeordnet werden !
Der Ökonomisierung
rohestoerung, vor 92 Tagen, 12 Stunden, 40 Minuten
hast auch du deinen Wohlstand zu verdanken.
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