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POLITIK |
03.11.2009 |
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Baby erhielt Ausweisungsbescheid
Ein wenige Monate alter Säugling aus Kremsmünster hat von der Asylbehörde den Bescheid erhalten, dass er aus Österreich ausgewiesen wird. Die Eltern stammen aus dem Kosovo, leben aber seit Jahren in Oberösterreich.
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Aus dem Innenministerium heißt es dazu, es sei üblich, dass auch Babys einen Ausweisungsbescheid erhalten würden. |
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Die sechsköpfige Familie und der Arbeitgeber des Vaters befürchten nun, dass jederzeit die Abschiebung drohen könnte.
Kein Asyl erhalten
"Sie werden gemäß Paragraf 10 Absatz 1 Asylgesetz aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Republik Kosovo ausgewiesen." So heißt es in dem Bescheid, den das Linzer Bundesasylamt dem dreieinhalb Monate alten Enis ausgestellt hat.
Aus dem Innenministerium heißt es dazu, es sei üblich, dass auch Babys einen Ausweisungsbescheid erhalten würden.
Die Eltern des Buben sind vor knapp acht Jahren aus dem Kosovo nach Kremsmünster gekommen. Sie haben kein Asyl erhalten.
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"Mir dreht es den Magen um"
Der Vater arbeitet legal seit mehr als sieben Jahren bei einem fleischverarbeitenden Betrieb in Ried im Traunkreis. Die 40 Mitarbeiter setzen sich für einen Verbleib der Familie ein, ebenso der Chef, Franz Oberndorfer: "Mir dreht es eigentlich den Magen um. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass man einen drei Monate alten Säugling aus Österreich weghaben möchte."
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Appell an die Politik
Sein Mitarbeiter bezahle ganz normal Steuern, erhalte aber für seine vier Kinder keine Familienbeihilfe.
Er nehme auch niemandem einen Arbeitsplatz weg, da in der fleischverarbeitenden Industrie kaum Österreicher arbeiten wollen, so Franz Oberndorfer: "Wir werden auf keinen Fall zulassen, dass die Familie abgeschoben wird. Ich appelliere an die Politik in Österreich, hier ein menschliches Urteil zu fällen."
Der Ball liegt nun bei der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf. Sie muss entscheiden, ob der Familie ein Aufenthalt aus humanitären Gründen gewährt wird.
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poli2, vor 133 Tagen, 13 Minuten
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poli2, vor 133 Tagen, 24 Minuten
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