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MI | 17.03.2010
Reisepass (Bild: ORF)
POLITIK
Baby erhielt Ausweisungsbescheid
Ein wenige Monate alter Säugling aus Kremsmünster hat von der Asylbehörde den Bescheid erhalten, dass er aus Österreich ausgewiesen wird. Die Eltern stammen aus dem Kosovo, leben aber seit Jahren in Oberösterreich.
Aus dem Innenministerium heißt es dazu, es sei üblich, dass auch Babys einen Ausweisungsbescheid erhalten würden.
Die sechsköpfige Familie und der Arbeitgeber des Vaters befürchten nun, dass jederzeit die Abschiebung drohen könnte.

Kein Asyl erhalten
"Sie werden gemäß Paragraf 10 Absatz 1 Asylgesetz aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Republik Kosovo ausgewiesen." So heißt es in dem Bescheid, den das Linzer Bundesasylamt dem dreieinhalb Monate alten Enis ausgestellt hat.

Aus dem Innenministerium heißt es dazu, es sei üblich, dass auch Babys einen Ausweisungsbescheid erhalten würden.

Die Eltern des Buben sind vor knapp acht Jahren aus dem Kosovo nach Kremsmünster gekommen. Sie haben kein Asyl erhalten.
"Mir dreht es den Magen um"
Der Vater arbeitet legal seit mehr als sieben Jahren bei einem fleischverarbeitenden Betrieb in Ried im Traunkreis. Die 40 Mitarbeiter setzen sich für einen Verbleib der Familie ein, ebenso der Chef, Franz Oberndorfer: "Mir dreht es eigentlich den Magen um. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass man einen drei Monate alten Säugling aus Österreich weghaben möchte."
Appell an die Politik
Sein Mitarbeiter bezahle ganz normal Steuern, erhalte aber für seine vier Kinder keine Familienbeihilfe.

Er nehme auch niemandem einen Arbeitsplatz weg, da in der fleischverarbeitenden Industrie kaum Österreicher arbeiten wollen, so Franz Oberndorfer: "Wir werden auf keinen Fall zulassen, dass die Familie abgeschoben wird. Ich appelliere an die Politik in Österreich, hier ein menschliches Urteil zu fällen."

Der Ball liegt nun bei der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf. Sie muss entscheiden, ob der Familie ein Aufenthalt aus humanitären Gründen gewährt wird.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
Man sollte sich einmal die Frage stellen,
wrongplayer, vor 133 Tagen, 3 Minuten
ob es sich Österreich leisten kann,
kinderreiche und integrationswillige Familien hinauszuwerfen.

Sieht doch bezüglich einer fortschreitenden Überaltungen sehr düster bei "uns" aus:

Derzeit ist ein Fünftel der rund 8,3 Millionen Österreicher und Österreicherinnen über 60, dieser Anteil wird auf ein Drittel (!) im Jahr 2030 steigen.

Quelle:
oe1.orf.at/libero/27280.html
Es kann doch bitte nicht der Zweck
wrongplayer, vor 133 Tagen, 3 Minuten
des ÖVP-geführten Innenministeriums sein, ein "härtestmögliches Durchgreifen" zu propagieren,
nur um das sicherheitspolitische Versagen seit Strasser zu überdecken.

Dieser initiierte die Zerschlagung der effizienten Exekutive aus "Kostengründen".
Das lässt sich mit Lächerlichkeiten wie der SOKO Ost keineswegs kaschieren!
Der ÖVP-Sicherheitskurs
wrongplayer, vor 133 Tagen, 8 Minuten
funktioniert folgendermaßen:

1.) Exekutive seit Strasser aufgrund Einsparungen verkrüppeln.

2.) Seit Platter die Kriminalitätsstatistik "glätten", da die Verbrechensquote steigt.

3.) Unter Fekter ein "härtestmöglich durchgreifen" propagieren - wenn man schon aus Kostengründen keine effiziente Polizei erhalten möchte,
so müssen wenigstens die fahrlässigen Kampfrufe stimmen...
waldirei, vor 133 Tagen, 6 Minuten
Dieser Fall hat aber mit Sicherheitspolitik oder -verwaltung wenig bis nichts zu tun, findest du nicht?
Mit dem Innenministerium
wrongplayer, vor 133 Tagen, 4 Minuten
definitiv!
keine kinderbeihilfe?
swineflu, vor 133 Tagen, 19 Minuten
erhalte aber für seine vier Kinder keine Familienbeihilfe--
das stimmt nur bedingt, JETZT bekommt die familie keine beihilfe. wenn sie asyl erhalten, bekommen sie für 'Alle kinder die kinderbeihilfe nachbezahlt. also mal 4 kinder pro monat. das ist nicht wenig was diese familie vom staat Österreich bekommt.
Es ist absolut nicht tolerabel,
wrongplayer, vor 133 Tagen, 21 Minuten
eine Familie nach ACHT Jahren Asylverfahren-Herumpfuscherei aus Österreich hinauszutreten, die bereits akzeptabel integriert ist und sich selbst erhält.

Begonnen hat diese Geschichte während Schwarzblau - wo offensichtlich keinesfalls der politische Wille da war, Asylverfahren zu beschleunigen.

Warum bloß das?
Sollten derartige Missstände etwa für die zuletzt erlebten hetzerischen Wahlkämpfe bestehen bleiben?
kommt wohl darauf an, wer an der langen verfahrensdauer "schuld" ist
poli2, vor 133 Tagen, 13 Minuten
haben die behörden "geschlafen" oder wurde das verfahren von den asyl-werbern "künstlich" in die länge gezogen.
genau das wird man nicht erfahren,
mundl1977, vor 133 Tagen, 7 Minuten
außer die familie erzählt es noch. von behörden darf nichts an die öffentlichkeit bekannt gegeben werden.
waldirei, vor 133 Tagen, 4 Minuten
Die "richtig" gepolten Journalisten werden sich hüten, Fragen in diese Richtung zu stellen, geschweige denn gewisse Rechereergebnisse zu berichten.
Zuwanderung und Asyl werden andauernd durcheinander gebracht
poli2, vor 133 Tagen, 24 Minuten
von den "rechten" sowieso, von den "linken" aber auch nicht weniger und aber halt auch von so manchen "ausländern".
waldirei, vor 133 Tagen, 18 Minuten
Das Verständnis der Begriffe bessert sich langsam. Langsam! Und spät! Aber ich stelle in den letzten Jahren Fortschritte fest. (Einwandern ist etwas anderes als Flüchten ist etwas anderes als illegal Eindringen ist etwas anderes als touristisch Reisen usw.)
genau so ist es,
mundl1977, vor 133 Tagen, 17 Minuten
viele die keine chance sehen auf den normalen zuwanderungsweg nach einem nag-verfahren nach österreich zu kommen, probieren es eben auf der asylschiene. Vieles ist wahrheit, aber auch sehr vieles wird gelogen, viele asylis kommen mit einer anderen identität ins land, haben mehrere aliasnamen. was soll man da glauben? beim BAA (Bundesasylamt) sitzen zum glück auch gut geschulte leute!
Wohin diese Propaganda
wrongplayer, vor 133 Tagen, 5 Minuten
abgleitet ist ja bezeichnend für selbsternannte "Anständige":

Vom Thema "sechsköpfige, integrierte Familie"
hin zu "Kriminaltouristen" (was ist das bitte?).

Einfach anständig, nedwoahr?
glaubt mir, selten ein asylfall
mundl1977, vor 133 Tagen, 3 Minuten
wo es keine vorstrafen oder anzeigen oder sogar gerichtliche strafen gibt. so ist es eben und nicht anders.
Feiner Rechtsstaat
waldirei, vor 133 Tagen, 30 Minuten
Wo nach Einmischung der Politik in die Verwaltung gerufen wird.
zu dörflerschämer
mundl1977, vor 133 Tagen, 31 Minuten
Siehst du, jetzt bist den ORF zu nahe getreten, wenn dir das forum nicht passt, dann schau dir halt einen fernsehfilm an oder geh schlafen. jedenfalls ist das asylrecht ein interessantes thema, diesmal hat es halt wieder eine familie in die medien verschlagen. keiner braucht angst haben, dass das baby allein mit einem charter richtung heimat fliegen muss. hum. anträge kann man erst bei r.k. neg. asylverfahren stellen. falls die eltern in berufung stehen, wird sich einstweilen nichts tun.
dörflerschämer, vor 133 Tagen, 29 Minuten
Asylrecht ist ein interessantes Thema, allerdings verstehe ich nicht, warum man hier den ganzen tag diese Familie beflegeln muss.

Was gibt dir das? Kompensation für deine eigenen Unzulänglichkeiten?
man könnte fast glauben,
mundl1977, vor 133 Tagen, 24 Minuten
dass dörflerschämer bei der caritas angestellt ist. die familie ist in wirklichkeit nebensache, in jedem verwaltungsbezirk gibt es zahlreiche ähnliche fälle, dies könnt ihr mir glauben. selten, aber doch wendet sich jemand an die medien - wahrscheinlich eine art hilfeschrei. doch gesetz ist gesetz und drückt man mal ein auge zu, bist als bearbeiter bei der fremdenpolizei längste zeit bearbeiter gewesen. bei der fremdenpolizei werden bloss gesetze vollzogen, die regierung beschliesst diese.
Und nahtlos anknüpfend an
wrongplayer, vor 133 Tagen, 16 Minuten
Fremdenhetze, geht der Mundl (E.Sagbauer sollte von diesem Namensmissbrauch nicht erfahren!)

zu Caritas-Bashing über.

Einer Organisation, die z.B. alte und behinderte Menschen betreut.

Na hoffentlich benötigt der "Mundl" niemals deren aufopfernde Unterstützung!
Muss sich hier diese Familie,
dörflerschämer, vor 133 Tagen, 31 Minuten
tatsächlich den ganzen Tag von anonymen Frustbirnen beschimpfen lassen? Wie kommt die dazu, dass man derart ungerechtfertigt ihre Persönlichkeitsrechte verletzt?

Ist es tatsächlich das, was sich der ORF unter "Diskussionsforen" vorstellt? das Experiment ist mit dem Kniefall vor den anonym auftretenden Rechtsextremen gewaltig in die Hose gegangen.
Warum erfährt man nichts über den Kern der Sache?
waldirei, vor 133 Tagen, 38 Minuten
Aufenthaltsstatus der Eltern?
Aufenthaltsrechtliche Verfahrensabläufe?
zu waldirei
mundl1977, vor 133 Tagen, 29 Minuten
das würde unter datenschutz fallen, sehr heikel, aber wahrscheinlich dauerte die berfung lange, wie bei den meisten asylis, auch ein folgeantrag wäre möglich, diese werden aber rasch behandelt.
waldirei, vor 133 Tagen, 21 Minuten
Dann kann man sich aber auch das Fragment "Baby erhält Ausweisungsbescheid" sparen, wenn man kein auch nur annähernd sinnvolles Bild zeichnen kann. Die Begründung des Bescheides (= sein Kern) wird ja auch verschwiegen.
Da kommt die Frage auf, wie seriös ein solcher Artikel überhaupt auf die Faktenlage eingehen will, wenn er nur gerade ein Futzerl der Angelegenheit ins Scheinwerferlicht taucht (oder tauchen darf).
ich finde ohnehin solche
mundl1977, vor 133 Tagen, 9 Minuten
diskussionen in der öffentlichkeit für unpassend, die arbeit sollte lieber in ruhe die fremdenpolizei und die asylbehörden behandeln. manche allerdings wollen durch die medien aufmerksamkeit erwecken und erhoffen sich eine verfahrensvereinfachung bzw. mitleid.
Sprachdummheit
waldirei, vor 133 Tagen, 40 Minuten
"befürchten, dass jederzeit Abschiebung drohen könnte"

Deutsch: Befürchten, dass sie jederzeit abgeschoben werden.

Das "könnte" und das "drohen" stecken doch beide schon im "fürchten".
Wenn schon i-Tüpferl reiten, dann dabei bitte keine
lydia89, vor 133 Tagen, 32 Minuten
Fehler machen. "...befürchten, dass sie jederzeit abgeschoben werden." Da fehlt das "können" oder "könnten". Jederzeit abgeschoben werden geht schlecht. Weil einmal abgeschoben ist abgeschoben, danach droht keine Abschiebung mehr.
waldirei, vor 133 Tagen, 14 Minuten
Es geht ums Abgeschobenwerden, nicht ums Abgeschobenwerdenkönnen. Nicht das Potenzial befürchten sie, sondern den Akt.
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