Amüsantes mit Patina in Hörenswürdigkeiten

In der Sendung „Lust aufs Leben“ am Sonntag stehen zwei Kostbarkeiten aus dem Hörfunkarchiv des Landesstudios OÖ auf dem Programm, die durchaus schon ein wenig Patina angesetzt haben, aber gerade deswegen ihren eigenen Reiz besitzen.

Sendungshinweis:

„Lust aufs Leben - Kultur aus allen Richtungen“, 20.5.18 ab 21.03 Uhr

In sogenannten Bandhüllen existieren die Schmalbänder der Marke AGFA noch immer in den Regalen des Radioarchivs, sie sind mit einer Archivnummer versehen und damit jederzeit auffindbar- und einsetzbar. Nach einem Digitalisierungsprojekt liegen sie jetzt auch als digitale Audio-Files vor. Für die Aufnahmen war der Leiter der Unterhaltungsabteilung, Haymo Pockberger verantwortlich. Die Sendung beginnt mit der älteren Produktion aus dem Jahre 1971: „Fremde unterwegs“ war sozusagen die Antwort des Radios auf die „Versteckte Kamera“, eine Fernsehserie, die 1969 startete und sich bald großer Beliebtheit erfreute.

Hier können Sie schon einmal in die Sendung hineinhören:

Was bedeutet „gschert“?

Eine Scheinfranzösin begibt sich nach Vorarlberg, um Einheimische zu befragen, ob der Bodensee „echt“ ist, was unter Gemütlichkeit zu verstehen ist oder was eigentlich das Wort „gschert“ bedeutet. Knappe 30 Minuten mit unterhaltsamen Begegnungen vor verstecktem Mikrophon samt Originalsignation, An- und Abmoderation – alles exklusiv, alles original, alles authentisch, noch in Mono auf Tonband aufgenommen - kein fake – eben „Hörenswürdigkeiten“.

Eine Tatsache ist etwas, das geschehen ist und das man auch beweisen kann. Das Gegenteil ist eine Untatsache, die sich nicht so leicht erklären lässt. „Untatsachen“ war auch der Titel einer Sendereihe aus dem Jahr 1978 mit mehreren Folgen, allesamt Nonsens-Produktionen über Sinn und Unsinn sowie Tatsachen und Untatsachen. Aber lassen Sie sich überraschen und hören Sie einfach zu bei Szenen, die sich auf einem Bahnhof und in einem Reisebüro abspielen.

Michael Huemer / ooe.ORF.at