Italienisches und Griechisches in Premiere

Italienische und griechische Abenteurer erwarten das Publikum am Samstag in der Sendung „Premiere“: Präsentiert werden der neue Roman „Herr Groll und die Stromschnellen des Tiber“ von Erwin Riess und das Roman-Debüt „Pinguine in Griechenland“ von Silvana Steinbacher.

Er ist manchmal unzulänglich, meistens frech und immer geistreich: Erwin Riess‘ Romanfigur Groll bekommt es im mittlerweile sechsten Groll-Band mit den Stromschnellen des Tiber zu tun. Herr Groll, rollstuhlfahrender Detektiv aus der Wiener Vorstadt, ist mit jeder Faser seines Herzens Abenteurer. Er liebt die Donau und ihre Schiffe, er verfügt über ein schier unerschöpfliches Reservoir an Wissen über Geschichte und Zeitgeschehen. Sein Handicap hindert ihn keineswegs, in besonders dubiosen Kriminalfällen flott zu ermitteln. Treu wird er dabei von seinem Rollstuhl namens Joseph III. begleitet – und von seinem Freund, dem verbal ebenfalls hochbegabten Hietzinger „Dozenten“.

Heikle Ermittlungen bis nach Rom

Äußerst heikle Ermittlungen führen das ungleiche, doch kongeniale Gespann diesmal bis nach Rom. Markus, ein Zögling des Malteserordens, ist spurlos verschwunden. Seine ebenso attraktive wie arrogante Mutter ist besorgt: Ihr Nachforschungsauftrag setzt einen Mahlstrom an gefährlichen Geschehnissen in Gang. Zwischen Intrigen rund um den Papst und Machenschaften der Mafia Capitale folgt Herr Groll seinem untrüglichen Instinkt und rettet damit den Chef der Christenheit - wenn nicht die ganze Welt.

Sendungshinweis

„Premiere“, 4.11.17

Erwin Riess, Jahrgang 1957, geboren in Wien, aufgewachsen in Krems in Niederösterreich, ist Politologe, Theaterwissenschafter, Autor und Behindertenaktivist. In der Reihe rund um die literarische Figur des Herrn Groll sind bei Otto Müller bisher folgende Bücher erschienen: „Der letzte Wunsch des Don Pasquale“ (2006), „Herr Groll auf Reisen. Storys“ (2008), „Herr Groll und der rote Strom“ (2010), „Herr Groll im Schatten der Karawanken“ (2012), „Herr Groll und die ungarische Tragödie“ (2013), „Herr Groll und das Ende der Wachau“ (2014).

Auszeit in Griechenland

Zwei Freunde, die sich ob ihrer persönlichen Krisen im Moment selbst nicht ganz über den Weg trauen, sind die sympathischen und real gezeichneten Hauptfiguren im Debütroman „Pinguine in Griechenland“, verfasst von der Journalistin und Autorin Silvana Steinbacher.

Die beiden Mittvierziger Boris und Harald könnten unterschiedlicher nicht sein: Der füllige Boris ist Unternehmer, kontinuierlich und ausreichend arbeitend, sich aber dabei nie überfordernd. Neuerdings schieben sich immer wieder ebenso kuriose wie kunterbunte Halluzinationen über Boris‘ Wahrnehmung der Wirklichkeit. Einen Grund zu wirklicher Beunruhigung sieht Boris darin allerdings nicht. Dennoch stimmt er dem Vorschlag seines Freundes zu, einen gemeinsamen Urlaub in Griechenland zu verbringen. Diese Auszeit soll beiden gut tun – denn auch der quirlige und vitale Harald hat einiges zu überdenken. Nach einem Zusammenbruch auf der Bühne ist sein mit so viel Leidenschaft aufgebautes Impro-Theater-Projekt in Gefahr. Im Süden nun, weit weg von den Alltagsproblemen, bleibt ausreichend Zeit für persönliche Resümees, aber auch für die eine oder andere Neuausrichtung in den Leben von Boris und Harald.

„Premiere“: Samstag ab 19.03 Uhr

Die Schauspieler Harald Pfeiffer und Harald Bodingbauer lesen in der Literaturstunde „Premiere“ am Samstag ab 19.03 Uhr ausführliche Ausschnitte aus beiden Büchern.