Linz Textil: Eigentümer zahlt 800.000 Euro

Im mehrjährigem Streit mit einer Gruppe von Aktionären dürfte jetzt bei der Linz Textil eine Verschnaufpause kommen. Denn der ehemalige Vorstandschef Dionys Lehner überwies 800.000 Euro an die Linz Textil, um die Lage zu beruhigen.

Der Streit dreht sich um ein Haus in Linz, das als Dienstwohnung für Lehner diente, der bis Ende 2016 Vorstandschef des Unternehmens war. Das Gebäude wurde saniert und später an die Familie Lehner verkauft.

Zwei Gruppen von Minderheitsaktionären werfen Lehner sowie der Linz Textil vor, dadurch das Unternehmen geschädigt zu haben. Der Schaden würde sich auf eine Million Euro belaufen. Lehner selbst habe das stets zurückgewiesen und betont, alles sei korrekt verlaufen.

Rückzug aus Aufsichtsrat

Dennoch hat das Unternehmen - um auf der sicheren Seite zu sein die behaupteten Schäden bewertet - und Dionys Lehner hat gut 800.000 Euro an die Linz Textil überwiesen. Auch als eine Art „Selbstschutz“, wie Lehner sagt. Er habe sich vorbehalten, den Betrag ganz oder teilweise zurückzufordern, wenn festgestellt wird, dass er zur Zahlung nicht verpflichtet war.

Zudem übernahm Lehner die Kosten für eine Sonderprüfung der Causa in der Höhe von 110.000 Euro. Nun müssten Vorstand und Aufsichtsrat nicht mehr damit rechnen, in Haftung genommen zu werden. Dionys Lehner hat sich am Mittwoch übrigens auch aus dem Aufsichtsrat der Linz Textil zurückgezogen. Dafür wurde seine Frau in das Gremium gewählt. Die Familie hält über zwei Stiftungen gut 65 Prozent der Firmenanteile.

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