Schwere Erpressung vor Gericht

Wegen schwerer Erpressung muss sich am Freitag ein 31-Jähriger in Linz verantworten. Der Angeklagte aus der Republik Moldau soll einer Landsfrau gedroht haben, ihre Existenz zu vernichten, wenn diese ihm nicht 30.000 Euro bezahle. Denn das Opfer hatte ein Geheimnis.

Die Vergangenheit holte die Frau wieder ein. Denn bereits in ihrer Heimat Moldau lernte sie den 31-Jährigen kennen. Das Wiedersehen in Oberösterreich verlief aber keineswegs freudig, denn der Landsmann erkannte rasch, dass die Frau unter falschem Namen in Linz als Dolmetscherin arbeitete. Und von diesem Wissen wollte der Mann offenbar finanziell profitieren.

Frau sollte zu seinen Gunsten übersetzen

Bereits 2010 soll er laut Staatsanwaltschaft Linz versucht haben, 10.000 Euro von der Frau zu erpressen. 2016 gab es dann erneut ein Aufeinandertreffen bei einer polizeilichen Einvernahme, zu der die Frau als Dolmetscherin für den 31-Jährigen geholt wurde. Sie solle zu seinen Gunsten übersetzen und weitere 20.000 Euro bezahlen, so der mutmaßliche Erpresser.

Haftstrafe könnte verlängert werden

Die Polizisten bemerkten, dass sich der Verdächtige und die Dolmetscherin kannten und leiteten Ermittlungen ein. Dabei kamen auch die versuchten Erpressungen ans Licht. Der Angeklagte verbüßt gerade eine Haftstrafe. Bei einer weiteren Verurteilung könnte diese um bis zu zehn Jahre verlängert werden.