Erholung im Schatten

An heißen Sommertagen weiß man einen schattigen Platz in Garten oder Park erst so richtig zu schätzen. Schattenplätze gehören zur „hohen Kunst der Gartengestaltung“, so Baumschulexperte Ernst Matula im Gespräch mit Isabella Minniberger:

Sendungshinweis:

„Radio Oberösterreich Mittagszeit“, 6.7.17

„Ich würde sagen, ein Schattenbeet ist sogar wertvoller als ein sonniges Staudenbeet, rein vom Wert der Pflanzen. Es ist in Fachkreisen so ähnlich wie in der Mode, wo man sagt, jener Stoff ist wertvoller als der andere. Und so verhält es sich auch mit gut gepflegten, raren Schattenpflanzen.“

Sitzplätze im Garten

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An heißen Tagen sind Schattenplätze gefragt

Ein Spiel von Licht und Schatten

Der Schlagschatten des Hauses ist manchmal zu dunkel, in den etwas lichteren Streuschatten gedeihen hingegen Hortensien, die es gerne feucht haben, sowie Spindelsträucher oder Funkien. Nimmt man die grünweiß gestreifte Sorte, lockert diese Farbgebung dunkle Ecken optisch auf.

Blumen Rhododendron

ORF/Petra Haas

Rhododendron

„Der Rhododendron benötigt ein Moorbeet und ist beispielsweise eine ideale Schattenpflanze. Rhododendren gibt sie in unzähligen Farbtönen, von gelb, rosa, flieder bis weiß. Rhododendren werfen keine Blätter ab, sind immergrün und können von Mai bis Juli Blüten tragen.“, so Matula.

Sitzplätze im Garten, Hängematte

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Wer zuerst kommt ...

Eine romantische Sitzbank oder eine Hängematte laden im Schatten zum Erholen ein. Dort kommen zarte Farbtöne und verschiedenen Blattformen gut zur Geltung: Farne, Gräser, Blüten in Pastelltönen - im gedämpften Licht sehen Silberkerze, Eisenhut, Japan Anemone, oder die roten Blätter des Purpurglöckchens sehr attraktiv aus.

Sitzplätze im Garten

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Farn

Etwas Mulch am Anfang schließt die Lücken im Beet, denn zu dicht sollte man Schattenpflanzen nicht setzen, damit sie sich später nicht gegenseitig bedrängen. Schattengärten sind oft pflegeleichter als sonnige Beete. Wenn die Pflanzen am richtigen Standort einmal Wurzeln geschlagen haben, benötigen sie kaum mehr eine Betreuung.

Isabella Minniberger / ooe.ORF.at