Maria Theresia - Identifikationsfigur ihrer Zeit

An einem Muttertag steht sie im Mittelpunkt und daher auch in der Sendung „Lust aufs Leben – Kultur aus allen Richtungen“: die Mutter. Es ist eine außergewöhnliche Mutter, die hier porträtiert wird. Sie ist fast auf den Tag genau vor 300 Jahren auf die Welt gekommen ist: Maria Theresia von Österreich.

Sendungshinweis:

„Lust aufs Leben – Kultur aus allen Richtungen“, 14.5.17, ab 21.03 Uhr

Maria Theresia regierte von 1740 bis zu ihrem Tod 1780, sie war die einzige Frau auf dem Thron der Habsburger. Sie verließ sich nie auf die Macht der „Herrschaft von Gottesgnaden“, sondern stellte sich mit politischem Gespür und Mut ihrer Verantwortung. Sie war nicht nur eine kämpferische Frau, die mit unkonventionellen Mitteln und starker Hand ihre Macht sicherte.

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Klischeebild hält sich bis heute

Sie inszenierte sich auch als treu sorgende Gattin. Bis heute wird Maria Theresia als mütterliche Monarchin dargestellt, die die traditionelle Heiratspolitik der Habsburger fortführte, deren Motto lautete: „Tu felix Austria nube“ – „Du, glückliches Österreich heirate“. Dieses Klischeebild bestimmt die Wahrnehmung ihrer Person zum Teil bis heute.

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Mutter, Regentin, Reformerin

Bislang war Maria Theresia auch die einzige Frau, die auf dem Gebiet des heutigen Österreich herrschte. Den heute häufig verwendeten Titel Kaiserin trug sie allerdings nie, dafür war eine immerhin zweifache Königin, nämlich von Ungarn und von Böhmen. Geprägt war die vierzigjährige Regentschaft der sechzehnfachen Mutter durch zahlreiche Kriege und tiefgreifende Reformen des Reiches. Getrieben wurde sie dabei von ihrem Sohn Joseph II., der nach dem Tod seines Vaters, zum Mitregenten aufstieg.

In dem Feature kommen die Kuratorin der Ausstellung „300 Jahre Maria Theresia“, Elfriede Iby, der Historiker Karl Vocelka, die Psychotherapeutin Beate Katschnig, der Kunsthistoriker Werner Telesko, der Wirtschaftshistoriker Roman Sandgruber zu Wort.

Hier können Sie die Sendung nachhören:

Michael Huemer /ooe.ORF.at