40 Jahre Landesmusikschulen in OÖ

Vor 40 Jahren ist der Grundstein dafür gelegt worden, dass in Oberösterreich besonders viele vor allem junge Menschen musikalisch ausgebildet werden. Das Netz der Landesmusikschulen wurde seither auf 158 Standorte ausgebaut.

Damals, genau gesagt am 16. Mai 1977, ist das Landesmusikschulgesetz in Kraft getreten, das bis heute europaweit Vorbildwirkung hat, hieß es in den Ansprachen. Rund 57.000 Schülerinnen und Schüler belegen derzeit ein Fach aus dem breiten Angebot aus Sprache, Kunst und Tanz.

Hackbrettspielerinnen

ORF

Musizieren auf dem Hackbrett

„Überall im Land möglich“

Dafür wurden 1977 die Weichen gestellt, erinnerte der Landeshauptmann außer Dienst und Festredner Josef Ratzenböck am Samstag bei der Festveranstaltung anlässlich des Jubiläum. „Mit diesem Gesetz ist eine totale Neuformung eingetreten.“ Damit konnten alle Oberösterreicher überall im Land Musikunterricht zu nehmen, so Ratzenböck.

An die 1.500 Lehrer sind im Landesmusikschulwerk damit beschäftigt, Kindern ab 18 Monaten die Welt der Musik zu eröffnen. War früher das Dorfkonservatorium der Schulmeister für alles was Kultur betraf zuständig, sind es heute die Musikschulen, die diese Aufgaben erfüllen, so der Direktor desLandesmusikschulwerkes Karl Geroldinger.

Festakt im Brucknerhaus

ORF-Redakteurin Alice Ertlbauer-Camerer war für OÖ heute beim Festakt zum Jubiläum des Landesmusikschulwerkes im Linzer Brucknerhaus

Ohne Landesmusikschulgesetz wohl nie möglich geworden, die entsprechende Infrastruktur und Instrumente zur Verfügung zu stellen, hieß es. Der Ausbau des Musikschulnetzes auf heute 158 Gebäude inklusive Zweigstellen ist inzwischen abgeschlossen.

Die Fülle an Aufgaben ist aber auch nach 40 Jahren nicht geringer geworden. „Es geht um die inhaltlichen Schwerpunktsetzungen, es ändern sich ja immer auch die Angebote“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und es müsse auch demnächst für eine neue Lehrergeneration zu sorgen sein.