Strukturreform bei Tourismusverbänden

Im Landtag ist ein Gesetz zur Strukturreform beschlossen worden. Aus derzeit 103 Verbänden sollen 19 werden, so Landesrat Michael Strugl (ÖVP), der sich dadurch eine bessere Vermarktung von OÖ als Urlaubsland erwartet.

Es sei eine der größten Strukturreformen, die je in Oberösterreich durchgeführt wurde, so Strugl. Die 215 Tourismusgemeinden sollen in künftig 19 zusammengefasst werden, dafür mit einer Größe von mindestens 200.000 Nächtigungen und einem Budget von mindestens 600.000 Euro. Für ihn sei bemerkenswert gewesen, dass ein breiter Konsens „für eine wirklich umfassende Reform“ zustande kam.

St. Wolfgang im Sommer

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Heftige Kritik einzelner Städte

Die Veränderungen sorgten bei einzelnen Städten wie Perg, Enns, Schärding oder Eferding für zum Teil heftige Kritik. Dort werde man sich jetzt annähern müssen, so Strugl, der als Beispiel die Vitalwelt anführt „wo das jetzt auch schon funktioniert – mit Grieskirchen – in einem größeren Tourismusverband auch das Stadtmarketing zu integrieren und zu finanzieren“.

Die Reform ist mittlerweile bereits voll in Gang. Linz, Pyhrn-Priel, Bad Ischl, Dachstein-Salzkammergut, St. Wolfgang im Salzkammergut und MondSeeLand entsprächen bereits den künftigen Anforderungen, hieß es. Bei den restlichen 13 Verbänden laufen zumindest schon Vorbereitungsgespräche.

In zwei Jahren soll diese Neuausrichtung, im Zuge derer die Ortstaxen pro Übernachtung auf mindesten zwei Euro angehoben worden sind, abgeschlossen sein. Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer betonte, dass die derzeitige Wortschöpfung im Tourismus in Oberösterreich über Milliarden Euro beträgt und sich Oberösterreichs Tourismusregionen dann auch besser gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen können wird.