Vier Monate bedingt für jungen Raser

Ein junger Raser, der im März zwölf Streifenwagen der Polizei eine Verfolgungsjagd geliefert hatte, ist am Mittwoch am Landesgericht Linz zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt worden.

Ohne Führerschein und mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen, PS-starken Auto war der junge Mann Mitte März in Linz unterwegs. Mit seiner rasanten Fahrt fiel er einem Streifenwagen auf. Die Polizisten wollten ihn aufhalten, der 18-Jährige stieg aber aufs Gas und fuhr davon. Der Streifenwagen verfolgte ihn mit Blaulicht und Folgetonhorn. Er ignorierte die Polizisten und fuhr durch die Industriezeile.

Verfolgungsjagd in Linz mit zwölf Streifenwagen

laumat.at/Martin Fellinger

Polizeiautos von Straße gedrängt

Dabei soll der junge Raser keinerlei Rücksicht auf die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer genommen haben und zum Teil sogar auf der Fahrspur des Gegenverkehrs gefahren sein. Insgesamt zwölf Streifenwagen verfolgten schließlich den Jugendlichen durch das Stadtgebiet und über die Autobahn. Dabei soll er laut Anklage auch versucht haben, Polizeiautos von der Straße zu drängen.

Bei seiner Irrfahrt beschädigte der junge Mann beide Vorderreifen, und obwohl er nur noch auf der Felge fuhr, gab er weiter Gas. Bei zwei quer stehenden Streifenwagen war seine Fahrt dann doch zu Ende.

Urteil bereits rechtskräftig

Der 18-Jährige wurde wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit mehrerer Personen und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu vier Monaten bedingter Haft auf drei Jahre verurteilt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.