Lehar-Festival startete mit „Die lustige Witwe“

Eine schöne und millionenschwere Witwe, die den Männern den Kopf verdreht: In Bad Ischl ist das Lehar-Festival mit der Operette „Die lustige Witwe“ in die Saison gestartet. Zum ersten Mal unter dem neuen Intendanten Thomas Enzinger.

Das Lehar-Festival in Bad Ischl mit frischer Handschrift: Es ist die erste Saison unter dem neuen Intendanten Thomas Enzinger. Auf der Bühne hat vorerst aber eine Frau das Sagen. Die Witwe Hanna Glawari, deren steinreicher Mann nach nur acht Tagen Ehe verstorben ist, ist als Alleinerbin eine gute Partie.

Selbstbewusste Witwe

Als sie auf ihren früheren Liebhaber, den Grafen Danilo trifft, brechen alte Wunden auf. Dieser hatte sie einst abserviert, weil sie damals im Gegensatz zu ihm nur ein Mädchen vom Lande war. „Hanna überspielt ihren Liebeskummer mit ihrem Reichtum und ihrem Gehabe“, erzählt Regina Riel über ihre Rolle: „Aber bis zum Ende der Operette wird Hanna weich.“

Die lustige Witwe

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Reinhard Alessandri und Regina Riel

Geld regiert nicht nur die Welt, sondern auch die Handlung der „Lustigen Witwe“. Regisseur Leonard Prinsloo betont die emanzipatorische Note der Operette rund um die selbstbewusst auftretende Witwe Hanna Glawari durch eine besonders tölpelhaft agierende Verehrerschar.

Planung nächstes Jahr in neuen Händen

Geplant wurde diese Saison des Lehar-Festivals noch von Intendant Michael Lakner, der nach Baden bei Wien gegangen ist. Die neue Handschrift soll nächstes Jahr nicht zu übersehen sein. „Jeder hat seinen eigenen persönlichen Stil. Aber das ist gut, denn Kunst muss sich ja immer weiterentwickeln“, sagt der neue Intendant Thomas Enzinger, der viele Jahre als Theater-Regisseur tätig hat.