Schuhe um 200.000 Euro gestohlen: Festnahme

Der Einbruch in die Lagerhalle einer Schuhfabrik in Tragwein (Bezirk Freistadt) ist geklärt. Der Haupttäter wurde gefasst und ein Großteil der Beute mit einem Marktwert von fast 200.000 Euro sichergestellt.

Zunächst unbekannte Täter zwängten in der Nacht auf den 29. November ein Fenster der Halle des Sicherheitsschuhproduzenten im Mühlviertel auf, stiegen ein und konnten so von innen das Tor öffnen.

Beute palettenweise abtransportiert

Mit einem Gabelstapler transportierten sie originalverpackte Dachdecker- und Asphaltierer-Sicherheitsschuhe und weitere Modelle, beispielsweise Winterstiefel, palettenweise von den Regalen zum Tor der Halle. Dort verluden sie ihre Beute mit einem Marktwert von fast 200.000 Euro. Bevor sie sich aus dem Staub machten, schlossen sie wieder das Tor.

Werkzeuge führten zu Tätern

Am Tatort ließen sie aber nicht nur die Schuhkartons und die leeren Paletten zurück, sondern auch Tatwerkzeuge. Damit konnte die Polizei eine Verbindung zwischen dem Einbruch und einer ihr nicht unbekannten slowakischen Tätergruppe herstellen. Ihre Kollegen in der Slowakei forschten rasch den Haupttäter aus und überwachten ihn gezielt. Als er versuchte, einen Teil der gestohlenen Ware nach Tschechien zu bringen, erfolgte der Zugriff.

1.695 von 1.885 Paar Schuhen sichergestellt

Die Ermittler fanden eine große Menge der teilweise schon weiterverkauften Ware bei einem Zwischenhändler, ebenso weitere in geheimen Lagern versteckte Schuhe. Von den entwendeten 1.885 Paaren sind insgesamt 1.695 sichergestellt worden. Der Geschäftsführer der betroffenen Firma, Thomas Schützender, holte sie in der vergangenen Woche aus der Slowakei an den Erzeugungsort zurück.