Stöger präsentierte „Freiwilligenpass“

Wer sich in seiner Freizeit sozial engagiert, soll die dabei erlernten Fähigkeiten künftig auch bei Bewerbungen für sich nutzen können. Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) hat am Montag den neuen „Freiwilligenpass“ vorgestellt.

Mehr als ein Viertel der Österreicher - also etwa zwei Millionen Menschen - engagieren sich in ihrer Freizeit freiwillig in Vereinen oder Organisationen. Dabei erwerben sie unterschiedliche Kompetenzen, die ab sofort in einen Freiwilligenpass eingetragen und detailliert beschrieben werden können.

„Am Arbeitsmarkt hoch gefragte Qualifikationen“

Sozialminister Alois Stöger von der SPÖ nannte am Montag Qualifikationen, die in der Arbeitswelt von Vorteil sein können: „Man setzt sich mit der Lebenswelt anderer auseinander, man muss einfühlsam sein, man muss in der Lage sein, Gruppen zu steuern, oder man arbeitet meistens in Teams. Das sind eigentliches alles Qualifikationen, die am Arbeitsmarkt hoch gefragt sind. Mit einen Schulnotensystem in einem Zeugnis erkennt man nicht, ob das eine Person auch kann.“

„Freiwilligenpass erbringt Nachweis“

In Bewerbungen werden oft Worthülsen wie „teamfähig“ verwendet. In einem Freiwilligenpass werde der Nachweis erbracht, wie man diese Fähigkeit erlangt hat, so Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ). Der Pass, der von den Vereinen und den Freiwilligen gemeinsam erstellt wird, solle vor allem von jungen Menschen, die ins Berufsleben einsteigen und auch Erwerbstätigen genutzt werden.