Piercing brachte Polizei auf Spur zu Räuber

Innerhalb kurzer Zeit ist es der Linzer Polizei gelungen, einen brutalen Überfall aufzuklären. Ein auffälliges Piercing eines Täters sorgte dafür, dass er und seine Komplizen rasch ausgeforscht wurden.

Mit Sturmhauben maskiert erwarteten drei Täter am Freitagabend kurz nach 20.00 Uhr ihre Opfer, einen 21-Jährigen und einen 22-jährigen Linzer, vor deren Wohnung im Linzer Franckviertel. Sie bedrohten die beiden mit einer Pistole und zwangen sie, die Eingangstür zu öffnen.

Bargeld, Spielkonsole und Marihuana geraubt

In der Wohnung raubten sie den beiden jungen Männern Bargeld, eine Spielkonsole und Marihuana. Bei einer Rangelei wurde der 22-Jährige am Kopf verletzt, dann verschwanden die maskierten Räuber wieder aus der Wohnung.

Auffälliges Nasen-Piercing

Da ihnen die Handys abgenommen worden waren, mussten die zwei jungen Männer auf die Straße laufen und baten dort Passanten, die Polizei zu rufen. Den Beamten konnten sie auch einen konkreten Verdacht nennen. Ein Täter hatte ein auffälliges Nasen-Piercing, das nicht einmal durch die Sturmhaube verdeckt wurde, und einem der Opfer bekannt vorkam.

Drei Verdächtige gefunden

Die Polizei fand heraus, dass es sich um einen 16-jährigen Burschen handelt, der im Linzer Stadtteil Neue Welt lebt. Tatsächlich trafen die Beamten an der Adresse drei Verdächtige an, auf die die Beschreibung passt - neben dem 16-Jährigen auch einen 21-jährigen Steyrer und einen 20-Jährigen aus Garsten.

Die Durchsuchung der Wohnung lieferte dann weitere Hinweise auf die Täterschaft. Die Ermittler fanden die geraubten Gegenstände, im Auto des Steyrer lagen zudem eine Sturmhaube und 3.000 Euro Bargeld. Die drei Männer wurden festgenommen.