Missbrauchsprozess in Linz vertagt

Auf unbestimmte Zeit ist am Dienstag am Landesgericht Linz der Prozess gegen einen 42-jährigen Rumänen vertagt worden, dem sexuelle Gewalt gegen Unmündige und pornographische Darstellung Minderjähriger vorgeworfen wird.

Am Dienstag ging es darum, ob die Strafe erhöht wird und ob der Mann in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden soll.

Bereits zu elf Jahren Haft verurteilt

Im Jahr 2015 war der damals 41-jährige Rumäne bereits zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Damals konnte ihm nachgewiesen werden, dass er in seinem Heimatland ein siebenjähriges Mädchen sowie ein knapp ein Jahr altes Baby missbraucht hatte und Bilder und Filme davon im Internet veröffentlicht hatte. Seine Opfer suchte er sich damals im rumänischen Prostituierten- und Obdachlosenmilieu.

Auch Missbrauchsverdacht in Rumänien

Schon damals hatten die Ermittler den Verdacht, dass der Mann auch in Österreich mit seinen krankhaften sexuellen Neigungen aktiv gewesen sein könnte. Und genau darum geht es in der aktuellen Verhandlung: Dem Mann wird vorgeworfen, zwischen Juni 2013 und Dezember 2014 einem dreijährigen Kind in Linz und von einem weiteren vier Jahre alten Kind in Rumänien sexuelle Gewalt angetan und auch in diesen Fällen pornographische Aufnahmen gemacht zu haben.

Bis zu zehn Jahren weitere Haft möglich

Im Falle einer Verurteilung könnten noch einmal bis zu zehn Jahre Haft zur ersten Verurteilung dazukommen. Allerdings geht es im aktuellen Prozess auch darum, den Angeklagten eventuell in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher einzuweisen.

Weiteres Gutachten nötig

Eine wichtige Zeugin aus Rumänien hatte für die Verhandlung am Dienstag allerdings bereits abgesagt. Vertagt wurde der Prozess, weil noch ein Gutachten eingeholt werden muss, hieß es aus dem Landesgericht. Außerdem müssten noch Zeugen einvernommen werden - auch in Rumänien.

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