Eierbauern vor Ostern im Stress

In den kommenden Wochen werden aufgrund des Osterfestes so viele Eier wie nur selten im Jahr gekauft. Daher haben die Geflügelbauern alle Hände voll zu tun. Sie müssen etwas früher als üblich zusätzliche Eier auf den Markt bringen.

Denn die Nachfrage nach rohen Eiern, oder auch nach schon fertig gekochten und gefärbten Eiern steigt stark an. Im Schnitt essen die Oberösterreicher zwölf Millionen Eier rund um Ostern, heißt es aus der Landwirtschaftskammer. Hochgerechnet isst damit jeder Österreicher acht Ostereier.

Angebot an Eiern nicht höher

Ostern ist heuer am letzten Märzwochenende, der Ostersonntag am 27. März. Obwohl der frühe Termin schon lange bekannt sein dürfte, verursacht er bei vielen Eierbauern Stress, so Landwirtschaftskammerpräsident Franz Reisecker: „Jede Henne legt ein Ei pro Tag. Daher ist durch diese kurze Osterzeit das Angebot an Eiern natürlich nicht höher, aber die Zeit ist sehr kurz, wo die Eier tatsächlich vom Konsumenten gekauft werden.“

Einstelldatum beeinflusst Legeleistung

Die Bauern können mit dem so genannten Einstalldatum Einfluss nehmen, also wann sie ihre neuen Legehennen in den Stall stellen, so Reisecker: „Wenn die Hühner eingestallt werden, dann haben sie zirka nach fünf bis sechs Wochen die höchste Legeleistung. Daher ist es notwendig, dass die Bauern das Einstelldatum so legen, damit die Hühner so gut wie möglich zu diesen Spitzenzeiten die beste Legeleistung bringen.“

Immer mehr Hobbybauern mit drei bis zehn Hennen

Über eine Million Legehennen gibt es in ganz Oberösterreich. Auffallend ist, dass immer mehr Hobbybauern mit drei bis zehn Hennen sich entweder selbst mit Eiern versorgen oder ab Hof verkaufen. Ein im Supermarkt gekauftes, gekochtes Osterei hält gekühlt etwa zwei bis drei Wochen. Die Landwirtschaftskammer wünscht sich, dass auf die Herkunft der Eier beim Einkaufen geachtet wird.