Geißwandtunnel: B145 muss geglättet werden

Der Geißwandtunnel auf der Salzkammergutstraße (B145) ist am Montag für Wochen gesperrt worden. Seit Jahren sorgt ein geologisches Naturphänomen dafür, dass sich die Fahrbahn immer wieder hebt und deshalb geglättet werden muss.

Eine natürliche Reaktion, bei welcher die Pyritanteile des Gesteins mit Luftsauerstoff und Wasser reagieren und schließlich Gips entsteht, ist verantwortlich dafür, dass sich die Fahrbahnen im Geißwandtunnel immer wieder wölben. Bis zu 20 Zentimeter hohe Wölbungen haben sich seit der letzten Sanierung ausgebildet.

Portal Geißwandtunnel, Traunkirchen

Amt der Oö. Landesregierung

Nordportal des Geißwandtunnels

Keine Gefahr für Autofahrer

In den acht Jahren seit der Fertigstellung musste die Fahrbahn im Tunnel daher immer wieder geglättet werden, Gefahr für Autofahrer bestand laut Experten nie. In den nächsten Wochen sollen die Spitzen abgefräst werden. Dann haben sich die Verantwortlichen für eine Asphalt- statt Betondecke entschieden, weil Asphalt elastischer als Beton und leichter ausgebessert werden kann, so Tunnelbetriebsleiter Josef Lahnsteiner.

„Hoffen, dass der Berg zur Ruhe kommt“

Zudem werden laut der Bauabteilung des Landes Sensoren in den Fahrbahnbelag eingearbeitet, damit Straßenbauexperten und Geologen Erkenntnisse erhalten wo genau und wie schnell sich die Fahrbahn wölbt. Ganz in den Griff bekommen kann man das Problem nicht, so Lahnsteiner: „Man kann nur hoffen, dass der Berg einmal zur Ruhe kommt.“

Lahnsteiner zu Tunnelsanierung

Der etwas mehr als zwei Kilometer lange Tunnel, einer von vier in der Traunsee-Tunnelkette, wird noch voraussichtlich bis 13. Mai gesperrt bleiben. Auf der Ausweichroute durch Traunkirchen kann es vor allem an Wochenenden Staus geben, wenn viele von einem Ausflug ins Salzkammergut heimfahren. Die Kosten für Sensoren und Sanierung belaufen sich laut dem Land OÖ auf insgesamt 1,5 Millionen Euro.

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